Anzeige
Anzeige
4. Juni 2014, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Innerfamiliäre Nachfolge in KMUs – bequem aber nicht erfolgreich?

Die Weiterführung des Familienunternehmens stellt gerade die Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) immer wieder vor vielfältige Herausforderungen. Ist die familieninterne Übergabe die bequemere, aber schlechtere Lösung?

Gastbeitrag von Birgit Beutel, Birgit Beutel & Partner

KMU

“Bei innerfamiliären Nachfolgen ergibt sich aus der Familiendynamik die große Herausforderung für den Übergebenden die Herangehensweisen des Nachfolgers zu akzeptieren und zu unterstützen.”

Zumeist Söhne, zunehmend aber auch Töchter, übernehmen bei innerfamiliären Übergaben die Kommandobrücke. Weit weniger Unternehmen suchen externe Lösungen. Und weniger als ein Fünftel der Übergaben gehen an interne Mitarbeiter.

In den Jahren 2014 bis 2018 stehen in Deutschland nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung aus dem Jahre 2012 rund 135.000 Übergaben an, das sind ca 27.000 pro Jahr. Nicht einmal die Hälfte davon wird jedoch erfolgreich verlaufen, glaubt man der Emnid Studie aus dem Jahr 2011. Ist also die familieninterne Übergabe die bequemere, jedoch die schlechtere Lösung?

Warum ist die innerfamiliäre Übergabe so konfliktbehaftet?

84 Prozent der in der Studie befragten Unternehmensleitungen glauben, dass das Scheitern der Übergabe am mangelnden Loslassen des Seniors liegt, 76 Prozent an den zur Übernahme gedrängten Kindern und zu 73 Prozent an den Streitigkeiten unter den beteiligten Kindern. Was in den Studien nicht auftaucht sind die, vom Veränderungsprozess betroffenen, MitarbeiterInnen, die so manchem “Junior” das Leben als Chef schwer machen können.

Was sind die größten Herausforderungen, der sich alle Beteiligten stellen müssen? Die Beratungsangebote zur steuerlichen und rechtlichen Optimierung werden gut angenommen. Aber nur die Wenigsten beauftragen einen externen Begleiter, um sich mit den emotionalen, familiären und persönlichen Themen auseinander zu setzen.

Den persönlichen Befindlichkeiten der Beteiligten wird zunächst keine große Bedeutung zugemessen, diese Themen werden nicht analysiert und es werden keine “Verhaltensregeln” vereinbart. Ein Versäumnis, das sich erst nach einer Übergangszeit zeigt und dann einer der größten Stolpersteine für alle Beteiligten darstellt.

1. Herausforderung: Sehnsüchte, Ängste und Perspektiven beleuchten

Der Übergebende sehnt sich nach dem verdienten Ruhestand und nach einer erfolgreichen Fortführung seines Lebenswerkes. Gleichzeitig machen sich oft Ängste breit zum Beispiel, dass der Nachfolger weniger erfolgreich sein wird, nicht mehr gebraucht zu werden das heißt auch an “Wichtigkeit” zu verlieren, finanzielle und persönliche Einbußen zu erleben.

Die Lebensperspektiven für die gewonnene Freizeit zeigen sich auf lange Zeit nicht dauerhaft attraktiv. Der “Pensionist” muss sich nach dem Ausscheiden mit dem Verlust von Tagesstruktur, Anerkennung über Leistung und gelebter Autorität auseinander setzen.

Seite zwei: Spannungsfeld zwischen Tradition und moderner Führung

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Kunden offen für Digitalisierung – Berater bleibt wichtig

Die deutschen Versicherungskunden erkennen in der Digitalisierung der Versicherungsbranche deutliche Vorteile für sich. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Kundenmonitor Assekuranz” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, die zum dritten Mal seit 2013 mit dem Schwerpunktthema “Digitalisierung” durchgeführt wurde.

mehr ...

Immobilien

Beruhigung am chinesischen Immobilienmarkt

Obwohl die Immobilienpreise in den meisten chinesischen Städten weiter steigen, beruhigt sich der Markt im Vergleich zu den Vormonaten. Dies geht aus einer am Mittwoch in Peking veröffentlichten Erhebung der nationalen Statistikbehörde hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Haftungsrisiken treiben deutsche Stiftungen um

Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen untersucht, wie Stiftungen mit den Haftungsrisiken umgehen. Ein Thema, das aufgrund des anhaltenden Niedrigzins-Dilemmas an Bedeutung gewinnt.

mehr ...
18.01.2017

Donald sieht rot

Berater

Dirk Kreuter startet Vertriebsoffensive

Vertriebsexperte Dirk Kreuter gastiert in diesem Jahr in acht deutschen Städten und in Wien mit dem Event “Vertriebsoffensive”. Zu den Themen zählen unter anderem Kundenakquise, Einwandbehandlung und “Die Psychologie des Überzeugens”. Cash.-Online-Leser erhalten vergünstigte Karten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Recht

WIKR: Konsequenzen für die Darlehensvergabe der Assekuranz

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auch das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ist von der WIKR betroffen. In ihrer aktuellen Publikation stellt die Finanzaufsicht Bafin die Änderungen dar.

mehr ...