Anzeige
29. Mai 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DG-Altlast: DZ Bank muss zahlen

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main hat die DZ Bank AG mit seiner Entscheidung vom 13. Mai 2009 dazu verurteilt, Schadensersatz an einen Anleger des DG-Immobilienfonds Nr. 34 zu zahlen (Az.: 23 U 64/07). Nach Ansicht der Richter ist der Beteiligungsprospekt des Beteiligungsangebotes Nr. 34 fehlerhaft, da ihm sich die tatsächliche Höhe der sogenannten Weichkosten nicht entnehmen lasse.

Auch die Ausführungen zu den Vermittlungs- und Garantiekosten seien intransparent und folglich unzureichend dargestellt worden. Das Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken ist Rechtsnachfolgerin der DG Anlage GmbH, die den Fonds im Jahr 1994 aufgelegt hatte. Auch der Prospekt des Nachfolgeprodukts DG-Fonds Nr. 35 ist nach Einschätzung der Frankfurter OLG-Richter derart mangelhaft, dass die Anleger ihre Schadensersatzansprüche auf die Prospekthaftung stützen könnten (Urteil vom 27.05.2009, Az.: 23 U 163/07). In beiden Fällen ließ das Gericht nicht die Revision zu. “Selbst wenn eine Nichtzulassungsbeschwerde erhoben würde, gehen wir davon aus, dass die Entscheidungen vor dem BGH Bestand hätten”, sagt Diana Römhild, Rechtsanwältin bei der Tübinger Kanzlei Tilp, die zahlreiche Anleger in der Sache vertreten hat.

Eine Sprecherin der DZ Bank wollte die ergangenen Entscheidungen nicht kommentieren. Die Urteilsbegründungen würden noch geprüft. Ungemach droht dem Kreditinstitut noch bei weiteren DG-Immobilien-Offerten, darunter die Fonds Nr. 30, 32, 37 und 39, die in den 90er Jahren aufgelegt wurden. (af)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...