Anzeige
Anzeige
23. Juni 2011, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Bank Türme: “Die Nachfrage ist extrem hoch”

Die Deutsche Bank hat ihren frisch sanierten Frankfurter Hauptsitz für mehr als eine halbe Milliarde Euro an den Fonds Deutsche Bank Türme der hauseigenen DWS Access verkauft. Cash. sprach mit Dr. Hermann Wüstefeld, Leiter Konzeption und Management geschlossener Fonds.

Deutsche-bank-tu Rme in Deutsche Bank Türme: Die Nachfrage ist extrem hoch

Cash.: Mit einem Eigenkapital von rund 350 Millionen Euro ist der „Deutsche Bank Türme“-Fonds der größte geschlossene Deutschlandimmobilienfonds seit Jahren. Wie positioniert sich das Produkt im Wettbewerb?

Wüstefeld: Das Produkt ist in den drei Kernqualitäten Standort, Objekt und Mieter extrem gut aufgestellt. Der Standort ist unseres Erachtens der beste für eine Büroimmobilie in Deutschland. An der Taunusanlage werden hierzulande die höchsten Mieten gezahlt. Die Mieterbonität ist herausragend. Der Vertrag ist indexiert, bietet also Inflationsschutz und ist mit 15 Jahren plus einer fünfjährigen Verlängerungsoption für die Bank langfristig. Das Gebäude ist eines der bekanntesten, besten und nachhaltigsten in Deutschland. Letzteres ist gerade in Sachen Zukunftsfähigkeit enorm wichtig. Zudem sind die Türme das Headquarter der Deutschen Bank und haben daher eine strategische Bedeutung für den Mieter. Mit diesen Charakteristika setzt der Fonds Maßstäbe. Die hohe Nachfrage schon vor Vertriebsstart zeigt: es ist das richtige Produkt zur richtigen Zeit.

Cash.: Wie werden etwaige Interessenkonflikte gelöst oder extern kontrolliert? Schließlich sind Unternehmen der Deutschen Bank sowohl Verkäufer und Mieter als auch Initiator, Fondsmanager und Treuhänder?

Wüstefeld: Alle Verträge sowie Miet- und Kaufpreis wurden von externen Beratern und Sachverständigen als marktgerecht bestätigt. Die Deutsche Bank hält keine Anteile an dem Fonds. Die DWS wird die Fondsadministration übernehmen, aber keine wesentlichen operativen Entscheidungen treffen. Die immobilienspezifischen Aufgaben im Fonds werden von dem erfahrenen externen Asset-Manager Corpus Sireo übernommen. Sämtliche Entscheidungen werden vom Fonds beziehungsweise den Anlegern unabhängig von der Deutschen Bank oder der DWS getroffen. Die Deutsche Bank hat zudem kein Vorkaufsrecht an dem Fonds. Die Treuhänderin kann nur auf Weisung der Anleger handeln. Andernfalls enthält sie sich bei Abstimmungen.

Cash.: Wie ist der Kaufpreis mit einem Multiplikator von immerhin 18,1 zu bewerten?

Wüstefeld: Der Kaufpreis ist für Fonds und Anleger sehr fair und absolut marktgerecht. Die 583,6 Millionen Euro liegen unter den von zwei unabhängigen Sachverständigen ausgewiesenen Verkehrswerten in Höhe von 602 und 603 Millionen Euro. Dies würde einem Multiplikator von rund 18,7 entsprechen. Vergleichbare Objekte in der Umgebung wurden teils zu höheren Vervielfältigern veräußert.

Seite 2: Sind fünf Prozent Ausschüttung pro Jahr wettbewerbsfähig?

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige

1 Kommentar

  1. Ich finde das schon interessant, dass Corpus Sireo hier mit im Boot ist, wo sie doch eigentlich der Immobilienpartner der Sparkassen ist. Dazu habe ich mal einen Link als Website oben eingetragen. Aber andererseits ist natürlich die Expertise nicht von der Hand zu weisen.

    Kommentar von Eva Stirne — 1. August 2011 @ 13:02

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...