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27. August 2007, 00:00
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LB Sachsen geht an LBBW

Der Verkauf der angeschlagenen Landesbank Sachsen ist beschlossene Sache. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wird das Geldinstitut zum 1. Januar 2008 übernehmen und springt außerdem mit 250 Millionen Euro Soforthilfe ein. Zudem übt sie ab sofort treuhänderisch die Führung der Sachsen LB aus.

Die LBBW erklärte, der genaue Kaufpreis werde erst Ende des Jahres festgelegt, wenn die Konten der Sachsen LB eingehend geprüft seien. Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt bezifferte den Kaufpreis laut MDR auf mindestens 300 Millionen Euro.

Die Sachsen LB war ins Schlingern geraten, weil sich die irische Tochter SLBE mit dem Fonds Ormond Quay am US-Hypothekenmarkt verspekuliert hatte. Sie verwaltete ein Gesamtvolumen von 65 Milliarden Euro in ihren Fonds. Die Skandalchronik ist jedoch länger: Bereits Anfang 2005 musste der damalige Vorstand der Sachsen LB aufgrund von Unregelmäßigkeiten zurücktreten. Schon damals wurden in einem Prüfbericht der BaFin gravierende Mängel bei der Aufsicht der SLBE festgestellt. (bk)

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