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8. Mai 2009, 00:00
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Coba will Eurohypo bis 2014 veräußern

Die Frankfurter Commerzbank (Coba) hat im ersten Quartal einen dreistelligen Millionenverlust eingefahren. Das Geldhaus ist auf milliardenschwere Staatshilfen angewiesen. Die EU-Kommission genehmigt die Unterstützung des Bundes nur unter strengen Auflagen. Unter anderem soll sich die Coba von ihrem Immobilien- und Staatsfinanzierer Eurohypo trennen, wie die EU-Kommission mitteilt.

Immobilien und Investmentbanking drücken Bilanz

Die zweitgrößte deutsche Privatbank hat zum Jahresauftakt ein Minus von 861 Millionen Euro verbucht. Gründe für den Fehlbetrag waren unter anderem die Übernahme der Dresdner Bank, die verlustreiche Immobilientochter Eurohypo und Abschreibungen im Investmentbanking.

Coba-Chef Martin Blessing rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit erneuten Verlusten. In den Sparten Schiffs- und Immobilienfinanzierung sei von deutlich steigenden Ausfällen auszugehen. Auch der Abbau der Risikopositionen gehe nur langsam voran. Insgesamt hat die Coba krisenbedingt bereits 17 Milliarden Euro abgeschrieben.

EU-Kommission erlaubt Staatshilfen unter Auflagen

Der Bund stützt das Institut mit 18,2 Milliarden Euro. Nach monatelangen Verhandlungen mit der deutschen Regierung gab die EU-Kommission gestern grünes Licht für die Staatshilfen. Allerdings stellen die Kommissare Bedingungen: Der Bereich Investment Banking und die Eurohypo sollen veräußert werden. Beide Geschäftsfelder machen laut Kommission 45 Prozent der aktuellen Bilanzsumme aus.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes besteht allerdings nicht auf einem sofortigen Verkauf: ?Wir nehmen Rücksicht auf das schwierige Marktumfeld, sie können ihren Anteil auch schrittweise reduzieren.?

Die Coba erklärte indes, man werde sich innerhalb der kommenden fünf Jahre von der defizitären Tochter trennen. Zudem soll das Investmentbanking, das mit dem Kauf der Dresdner übernommen wurde, deutlich reduziert werden. (hb)

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