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17. Februar 2009, 00:00
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Studie: Nachholbedarf bei Wohneigentum in Ostdeutschland

In den neuen Bundesländern lebt gut ein Drittel der Menschen (36,7 Prozent) in den eigenen vier Wänden. Im Westen dagegen bewohnt mehr als die Hälfte (55,2 Prozent) ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Studie im Auftrag der BHW Bausparkasse, Hameln.

Im Bundesdurchschnitt wohnen über fünfzig (51,5) Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass die Ostdeutschen lieber in einem Haus als in einer Eigentumswohnung leben. Nur 0,4 Prozent der Wohneigentümer in den neuen Bundesländern hätten sich für eine Eigentumswohnung entschieden. Im Westen sind es 8,3 Prozent.

Laut BHW bestätigen Erkenntnisse der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund, dass dieses Ungleichgewicht bei den Eigentumsverhältnissen zwischen Ost- und Westdeutschland historisch bedingt ist und in der Wohnungsbaupolitik der ehemaligen DDR begründet liegt. Individuelles Wohneigentum hätte zu DDR-Zeiten eine absolut untergeordnete Rolle gespielt – insbesondere Eigentumswohnungen seien verpönt gewesen.

Weitere Gründe für den Nachholbedarf beim Wohnungsbau seien die aktuellen Einkommensunterschiede zwischen Ost und West. So verdiente ein Vollzeitbeschäftigter nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Ende 2008 in den neuen Bundesländern monatlich durchschnittlich 2.355 Euro brutto. In Westdeutschland lag der Verdienst um 869 Euro höher. Große Unterschiede gebe es auch bei der Arbeitslosenquote. Im Dezember 2008 betrug sie laut Deutscher Bundesbank im Westen 6,2 Prozent, im Osten war sie mit 12,2 Prozent fast doppelt so hoch. Diese Faktoren beeinflussen laut BHW nachhaltig die Geldvermögensbildung und damit die Möglichkeit, Eigenkapital für den Eigentumserwerb anzusammeln. (te)

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