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6. März 2013, 12:04
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Wohnungsbau-Studie: Eine Million neue Einheiten bis 2016

Der jüngste Aufwärtstrend im Wohnungsbau wird sich nach einer Studie des Ifo-Instituts im Auftrag von Wüstenrot in den kommenden Jahren mit geringerer Dynamik fortsetzen und für entspanntere Märkte sorgen. Die Zahl der Fertigstellungen soll bis 2016 – bei gleichen Rahmenbedingungen und mit regionalen Unterschieden – jährlich um sieben Prozent steigen.

 

Wohnungsbau-Deutschland in Wohnungsbau-Studie: Eine Million neue Einheiten bis 2016

Das zentrale Ergebnis der aktuellen Wohnungsprognose bis 2016: Nach langen Jahren schwacher Wohnbautätigkeit befindet sich der Wohnungsbau in Deutschland in einem kräftigen Aufschwung, der bis über das Jahr 2016 hinausreichen und die vom Nachfrageüberhang bestimmte Lage in manchen Regionen entspannen wird.

Die Erholung des deutschen Wohnungsbaus, die seit 2010 zu beobachten ist, wird sich nach Prognose der Info-Instituts-Experten Erich Gluch und Ludwig Dorffmeister in den nächsten vier Jahren fortsetzen. Die hohe Wachstumsdynamik von 2011 und 2012 – mit zweistelligen Steigerungsraten bei den Wohnungsfertigstellungen in neu errichteten Wohngebäuden wie auch bei den Wohnungsfertigstellungen insgesamt – schwächt sich demnach allerdings leicht auf durchschnittlich knapp sieben Prozent im Zeitraum 2012 bis 2016 ab. Mit einer für 2016 prognostizierten Fertigstellungszahl von rund 246.000 Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden wird gemäß Prognose wieder ein Niveau erreicht, wie es zuletzt in den Jahren 2002 bis 2004 bestand. Gegenüber dem Tiefpunkt 2009 mit knapp 136.000 Einheiten würde sich die Zahl der Fertigstellungen in sieben Jahren damit um 110.000 Einheiten steigern. Laut Ausblick ist auch nach 2016 eine stabile Wohnbaukonjunktur zu erwarten.Trans in Wohnungsbau-Studie: Eine Million neue Einheiten bis 2016

Rechnet man zu der Zahl der Fertigstellungen in neuen Wohngebäuden noch die Zahl der fertig gestellten Wohnungen in neu errichteten Nichtwohngebäuden und in bestehenden Gebäuden hinzu, so prognostizieren die Ifo-Experten, ergibt sich für das Jahr 2016 eine Fertigstellungszahl von rund 277.000 Wohnungen. Im Zeitraum bis 2016 ist demnach insgesamt mit der Errichtung von rund einer Million neuer Wohnungen zu rechnen.

Höhere Fertigstellungszahlen dürften für Entspannung an den Wohnungsmärkten sorgen

Bernd Hertweck, Vorstand der Wüstenrot Bausparkasse, kommentiert die Ergebnisse: “Bei dieser Größenordnung ist in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Entspannung an den Wohnungsmärkten zu rechnen. Die rund eine Million neue Wohneinheiten sind somit eine positive Nachricht für Mieter und Käufer, die in einigen Regionen schon seit längerem ausgeprägte Knappheitspreise bezahlen müssen.”

Bei der Errichtung von Mehrfamilienhäusern wird die größte relative Zunahme erwartet. Mit rund 106.000 Fertigstellungen werde der Neubau 2016 um 65 Prozent höher liegen als 2011 und spürbar zur Entlastung des Marktes beitragen, so die Prognose. Unabhängig davon, ob es sich dabei um für breite Schichten bezahlbare Mietwohnungen handelt oder um hochpreisige Eigentumswohnungen in großstädtischen Toplagen – die damit einhergehende Angebotsausweitung werde auf direktem oder indirektem Wege, über sogenannte Sickereffekte, zu einer Entspannung der Mietwohnungsmärkte führen, so die Erwartung von Wüstenrot.

Die größten absoluten Steigerungen werden jedoch die Wohnungsfertigstellungen in neu errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern aufweisen: Mit voraussichtlich rund 140.000 fertig gestellten Wohnungen im Jahr 2016 würde das Ergebnis des Jahres 2011 um 43.000 Einheiten übertroffen werden. Dies entspräche einer Zunahme um 44 Prozent.

Nach den Vorhersagen der Ifo-Experten dürfte das deutlich erhöhte Angebot neuer Wohnungen überwiegend dort realisiert werden, wo die Engpässe heute bereits am deutlichsten spürbar sind. Die Gefahr, dass am Bedarf “vorbeigebaut” wird, wie es teilweise im abschreibungsbedingten Boom der 90er-Jahre geschah, dürfte in den kommenden Jahren kaum bestehen. Die Wohnungsbaustudie unterteilt Deutschland diesbezüglich in sechs Großregionen: die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sowie die Regionen Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland), Nord (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen) sowie Ost, die alle östlichen Bundesländer und Berlin umfasst. Für alle Großregionen sagen die ifo-Experten einen Aufwärtstrend bei den Wohnungsfertigstellungen voraus. Allerdings mit unterschiedlicher Dynamik.

Regionale Wachstumsrate Wohnungsbau 4c in Wohnungsbau-Studie: Eine Million neue Einheiten bis 2016

Quelle: Wüstenrot Bausparkasse

Seite 2: Im Osten viel Neues

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