Anzeige
15. September 2015, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Berlin: Leichte Beruhigung bei Mieten und Kaufpreisen

Der Berliner Immobilienmarkt kommt in ruhigeres Fahrwasser: Der rasante Anstieg der Mieten hat sich nach Angaben von Jones Lang LaSalle abgeschwächt. Auch das Preiswachstum fiel schwächer aus, ist aber nach wie vor hoch.

Berlin Mietentwicklung

Berlin: Die deutsche Hauptstadt gehört zu den wichtigsten deutschen Immobilienstandorten

In der Bundeshauptstadt haben die Mietpreise nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) im ersten Halbjahr 2015 nur moderat um 1,1 Prozent zugelegt (nach plus 3,5 Prozent im zweiten Halbjahr 2014).

Auf Jahressicht haben sich die Angebotsmieten um 5,0 Prozent auf 9,05 Euro pro Quadratmeter verteuert. Den höchsten jährlichen Zuwachs erfährt demnach Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Plus von 8,9 Prozent.

Auch einfache Lagen werden teurer

Deutlich schwächer, aber dennoch überdurchschnittlich seien die Steigerungsraten in Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf und damit in Bezirken, die ein bisher überwiegend unterdurchschnittliches Mietniveau aufweisen.

Im Besonderen seien es jedoch die innenstadtnahen Trendkieze im nördlichen Neukölln und in Tempelhof, die aktuell hohe Wachstumsraten verzeichnen.

Den geringsten Anstieg zeige Marzahn-Hellersdorf, das mit 6,10 Euro pro Quadratmeter zugleich der preiswerteste Bezirk sei.

Aber auch die Mieten der bereits teuren Wohnungen in Mitte, Charlottenburg und Prenzlauer Berg stiegen laut JLL auf Jahressicht nur noch um ein bis zwei Prozent. Aus gesamtstädtischer Sicht hätten sich sowohl preiswerte Bestände als auch teure Wohnungen jedoch fast gleichmäßig verteuert.

Preise legen auf Jahressicht um neun Prozent zu

Kräftiger als die Mieten kletterten die Immobilienpreise. Der Markt für Eigentumswohnungen zeigt nach Angaben von Jones Lang LaSalle weiter höhere Preissteigerungen (plus 9,1 Prozent auf 3.020 Euro pro Quadratmeter), die jedoch moderater als in den Vorjahren ausgefallen seien. Hier ließen sich Ausweichbewegungen aus den teuren Lagen in preiswertere Bezirke feststellen.

“Nach einem Anstieg der Mieten um 47 Prozent und der Kaufpreise um 80 Prozent seit 2010 hat sich der Aufwärtstrend etwas abgeschwächt. Speziell bei den Mieten scheint die Zahlungsbereitschaft vieler potenzieller Mieter ausgeschöpft zu sein”, sagt Roman Heidrich, bei JLL Team Leader Residential Valuation Advisory Berlin.

“Ein Blick auf die aktuellen Baugenehmigungszahlen und die Einwohnerentwicklung macht jedoch eine weitere Verknappung von Wohnraum in Berlin wahrscheinlich. Ob die Mietpreisbremse mittelfristig zu einer Entspannung für die Mieter beiträgt, ist nach wie vor mehr als fraglich.” (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Die besten Rechtsschutzanbieter

Das Hannoveraner Analysehaus Franke und Bornberg hat zum ersten Mal private Rechtschutzversicherungen getestet – mit einem erfreulichen Ergebnis: Rund 30 Prozent der analysierten 141 Tarife wurden mit der Höchstnote ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Universal platziert faktorbasierten Aktienfonds

Die Fondsgesellschaft Universal Investment hat zusammen mit Velten Asset Management einen neuen faktorbasierten Fonds für deutsche Aktien aufgelegt.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für HEH Palma

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den „Flugzeugfonds 19 – HEH Palma“ des HEH Hamburger Emissionshaus mit insgesamt 84 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...