11. Juni 2015, 08:00

Deutscher Ferienhausmarkt erlebt Blütephase

Mit rund 103 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist der deutsche Ferienhausmarkt drei Mal größer als bislang angenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Ferienhausverbandes e.V. und Fewo-Direkt.

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Ferienhaus mit Reetdach in Norddeutschland.

Ferienhäuser und-wohnungen stehen bei den Deutschen hoch im Kurs: Anleger setzen auf attraktive Renditen, Touristen schätzen die flexible Urlaubsform und sorgen am Urlaubsort für Umsatz in Restaurants, Supermärkten & Co. Für Überraschung sorgen jetzt aktuelle Zahlen über die tatsächliche Größe und wirtschaftliche Bedeutung der Branche.

Mit rund 103 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist der deutsche Ferienhausmarkt drei Mal größer als bislang angenommen und generiert einen jährlichen Bruttoumsatz von knapp acht Milliarden Euro. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Ferienhausverbandes e.V. und des Ferienhausportals FeWo-Direkt.

Private und gewerbliche Anbieter

In Deutschland bieten sowohl private als auch gewerbliche Anbieter ihre Ferienimmobilien als Ferienunterkünfte an. Bis dato erfasst die amtliche Beherbergungsstatistik laut Fewo-Direkt jedoch lediglich gewerbliche Ferienhäuser und -wohnungen, die über mindestens zehn Schlafgelegenheiten verfügen. Privat vermietete Quartiere berücksichtigt die Statistik laut Fewo-Direkt nicht, obwohl diese mit rund 71 Millionen doppelt so hohe Übernachtungszahlen pro Jahr aufweisen wie der gewerbliche Ferienhausmarkt mit 32 Millionen.

“Damit fallen zwei Drittel des Marktvolumens sowie der Großteil der erzielten Umsätze, Einkommens- und Steuereffekte der Branche unter den Tisch”, kritisiert Tobias Wann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands e. V. und Vice President Central Europe HomeAway/FeWo-Direkt.

21 Prozent Marktanteil

Auf das touristische Gesamtangebot inklusive Hotellerie und andere Unterkunftsformen bezogen, nimmt der Ferienhausmarkt laut Fewo-Direkt einen Marktanteil von rund 21 Prozent ein.

“Die Bedeutung des Segments wurde also bislang mehr als unterschätzt”, sagt Wann. (st)

Foto: Shutterstock.com


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