18. Januar 2016, 15:45

Eigentumswohnungen und Häuser in Frankfurt immer teurer

Die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser in Frankfurt steigen weiter. Das geht aus einem Bericht des unabhängigen Gutachterausschusses für Immobilienwerte hervor.

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Frankfurt: Wohnimmobilien sind in der Finanzmetropole ein teures Gut.

Der Quadratmeterpreis für eine durchschnittliche Wohnung sei im Mittel in den vergangenen zehn Jahren von 2.050 Euro (2006) auf 3.700 Euro (2015) geklettert, sagte der Vorsitzende des unabhängigen Gutachterausschusses für Immobilienwerte, Michael Debus, am Montag in Frankfurt. Er rechnet auch im laufenden Jahr mit steigenden Preisen und Mieten. Eine Neubau-Eigentumswohnung sei 2015 im Schnitt für rund 4.390 Euro pro Quadratmeter verkauft worden. Das waren elf Prozent mehr als 2014 und rund 70 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Hohe Preise

Reihenmittelhäuser kosteten in Frankfurt 2015 im Mittel 366.000 Euro. Die durchschnittlichen Preise für die gefragteren frei stehenden Einfamilienhäuser (654.000 Euro im Schnitt) und Doppelhaushälften (542.000 Euro) waren doppelt so hoch wie in Südhessen und viermal so hoch wie im Norden des Bundeslandes.

Bei den Wohnungen seien ganz alte oder ganz neue Wohnungen besonders begehrt, sowie Innenstadt-nahe Lagen und Hochhäuser. “Es gibt nirgendwo so viele Wohnhochhäuser wie in Frankfurt”, sagte Debus. Dabei gelte: “Umso höher, umso höher der Preis.” Rund 4.500 Euro müssen im Schnitt für eine Wohnung in den zehn unteren Stockwerken bezahlt werden, das entspreche etwa dem Durchschnitt aller Neubau-Eigentumswohnungen. “Oberhalb von 7.000 Euro gibt es gar nicht mehr so viele Wohnungen.”

Wenig Luxuswohnungen im Verkauf

Die meisten 2015 verkauften Wohnungen entsprachen in etwa den Durchschnittspreisen, sagte Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne). So seien nur elf Luxuswohnungen (ab 10.000 Euro pro Quadratmeter) verkauft worden. Dazu kamen nach Angaben von Debus rund 117 hochpreisige Wohnungen (ab 7.000 Euro). Sie hätten aber nur drei Prozent der Verkäufe ausgemacht.

Rund 7.800 Häuser, Wohnungen, Büros und Gewerbeimmobilien wechselten im vergangenen Jahr insgesamt den Besitzer. Der Umsatz von 6,3 Milliarden Euro sei der zweithöchste nach 2007 (7,8 Milliarden Euro), sagte Cunitz. Ein Rekord sei 2015 beim Umsatz mit Wohnimmobilien erreicht worden (2,8 Milliarden Euro).

Mit 16.000 Euro pro Quadratmeter wurde im Westend der Spitzenpreis des Jahres erzielt. Die teuerste Wohnung steht im Europaviertel. Sie wechselte für vier Millionen Euro den Besitzer und war zugleich mit 364 Quadratmetern die größte verkaufte. Das teuerste Eigenheim ging für sechs Millionen Euro weg und steht im sogenannten Diplomatenviertel im Stadtteil Bockenheim.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock


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