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7. Oktober 2008, 00:00
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Abgeltungssteuer zwingt Anleger zum Handeln

Die DAB bank, München, hat ihre Kunden im B2B-Bereich – Vermögensverwalter und andere unabhängige Finanzdienstleister – nach den Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anleger befragt. Die Finanzprofis sind sich einig: Die Steuer wird in den kommenden Monaten einen großen Einfluss auf das Anlageverhalten der Deutschen haben.Mit 80 Prozent geht die überwiegende Mehrheit davon aus, dass Privatanleger vor dem Stichtag 1. Januar 2009 ihre Depots noch einmal umschichten werden, bevor die Abgeltungsteuer in Kraft tritt. Nach ihrem eigenen Verhalten befragt geben fast 90 Prozent der Vermögensverwalter an, dass sie selbst im letzten Quartal 2008 hinsichtlich der Abgeltungsteuer für ihre Kunden aktiv werden wollen. Gut die Hälfte der Befragten hat vor, zwischen 10 und 25 Prozent des Depotvolumens der Kunden umzuschichten. Nur etwa 13 Prozent sehen ihre Investmententscheidungen nicht von der bevorstehenden Steuer beeinflusst.

Bei den konkreten Empfehlungen der Finanzprofis, mit welchen Strategien die Depots “abgeltungsteuersicher” gestaltet werden können, kristallisieren sich zwei eindeutige Favoriten heraus. Neben dem Kauf von steueroptimierten Fonds, den 60 Prozent der unabhängigen Finanzdienstleister empfehlen, wollen 40 Prozent die Möglichkeit nutzen, Verluste, die bis Ende 2008 innerhalb der bisherigen Jahresfrist realisiert werden, bis 2013 mit neuen Veräußerungsgewinnen aus Kapitalanlagen zu verrechnen.

Etwa drei Monate vor Einführung der Abgeltungsteuer wurden die Finanzprofis auch danach gefragt, wie sie den Wissenstand der Anleger hinsichtlich der neuen Steuer einschätzen. Nur 7 Prozent der Befragten glauben, dass die Anleger “gut informiert” sind, 40 Prozent halten sie für “mittelmäßig informiert” und 53 Prozent gehen von einem schlechten Informationsstand aus.

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