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20. Februar 2008, 00:00
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Private-Equity: Die Luft wird dünner

Die Zeit der großen Private-Equity-Transaktionen ist vorbei, der Wettbewerb um attraktive Übernahmeziele in der Beteiligungsbranche wird zunehmen.
Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter Private-Equity-Häusern, Banken und Mezzanine-Anbietern.

Den Ergebnissen der Befragung zufolge tendiert der Markt künftig zu Transaktionen mit einem Volumen von maximal 400 Millionen Euro. Auch Beteiligungsanbieter die bislang auf Übernahmen größeren Ausmaßes (?Large Caps?) setzten werden in diesem Segment aktiver werden und so den Wettbewerb verschärfen.

Mehr als 70 Prozent der befragten Experten sind der Ansicht, dass die Zahl der Mega-Deals in den kommenden 18 Monaten abnehmen wird. Hintergrund: Die Bereitschaft von Banken, Fremdkapital für Übernahmen bereitzustellen hat sich infolge der weltweiten Kredit- und Liquiditätskrise deutlich verringert. Die stark gesunkene Risikobereitschaft der Banken führe zu einem wesentlich selektiveren Finanzierungsverhalten.
Roland Gottwald, Leiter Finanzierungsberatung bei KPMG: ?Die zuletzt sehr aggressiven Strukturen sind de facto verschwunden. Banken sind aktuell nur sehr zurückhaltend bereit, 100 Prozent des für eine Transaktion erforderlichen Finanzierungspakets jeweils alleine zur Verfügung zu stellen.?Private-Equity-Gesellschaften müssen dadurch mehr Eigenkapital aufwenden. Zudem seien laut KPMG-Partner Christian Specht die Renditeaussichten angesichts eines nachlassenden Wirtschaftswachstums unsicherer geworden.

Als Konsequenz dieser Entwicklung halten die Branchenexperten eine Rückkehr der strategischen Investoren für möglich. Bei Übernahmen würde künftig verstärkt auf Unternehmen gesetzt werden, die wirtschaftliche Erwartungen bislang nicht erfüllten oder sich in Turnaround-Situationen befinden. (hb)

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