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26. Februar 2009, 00:00
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Anleger so pessimistisch wie Anfang 2003

Infolge der Finanzkrise hat sich die allgemeine Anlegerstimmung in Deutschland wieder verschlechtert und fällt auf das Niveau des ersten Quartals 2003 zurück. So lautet das Ergebnis einer vierteljährlich durchgeführten Umfrage zum Anlegerverhalten durch das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Invest, Frankfurt. Befragt wurden 500 Anleger in privaten Haushalten.

Nur knapp jeder dritte Befragte (31 Prozent) glaube an einen Aufwärtstrend an den Aktienbörsen in den kommenden sechs Monaten. Das sind zwölf Prozentpunkte weniger als im vierten Quartal 2008, so Union Invest. 37 Prozent der Anleger rechnen mit fallenden Aktienmärkten, drei Prozentpunkte mehr als im letzten Quartal.

Joachim Reinke, Vorstandsmitglied der Union Asset Management Holding, sieht im Verlauf des Jahres dennoch auch Chancen bei der Aktienanlage: ?Mit einem KGV von acht bei europäischen und zwölf bei US-Aktien sind negative Erwartungen für Konjunktur und Unternehmen schon zu einem erheblichen Teil in den Kursen eingepreist. Für Anleger kann sich der Einstieg lohnen, sobald sich die Frühindikatoren für eine wirtschaftliche Erholung verdichten.?

Mit Blick auf die Gesamtwirtschaft rechnen laut Umfrage knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ? ähnlich viele wie im Vorquartal (68 Prozent).

?Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte schrumpfen wird. Von einer Stabilisierung für die USA gehen wir gegen Mitte des Jahres 2009 aus, da die Immobilienkrise langsam abebben sollte. Für Europa ist mit einer Erholung nicht vor 2010 zu rechnen?, so Reinke. (mo)

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