Anzeige
Anzeige
26. Juni 2013, 11:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Chancen bei Aktien

Die letzte Rede von Fed-Chef Ben Bernanke hat die Anleger in Panik versetzt und für kräftige Verluste sowie ein volatiles Umfeld an den Kapitalmärkten gesorgt. Dennoch: Die Aktien-Risiko-Prämie ist nach wie vor hoch.

Gastkommentar von Pierre Puybasset, Financière de l’Echiquier

Aktien

Dagegen bieten die meisten risikofreien Anlageklassen weiterhin negative Realzinsen. Alle Zeichen stehen also noch immer auf Aktien, in die auch in Zukunft massiv investiert werden wird. Entscheidend für Anleger ist es nun aber, selektiver vorzugehen und eine noch detailliertere Analyse der jeweiligen Fundamentaldaten vorzunehmen. Dies vorausgesetzt lassen sich sowohl interessante Value-Titel als auch attraktive solide Wachstumsunternehmen finden.

Europäische Aktien mit Aufholpotenzial zum US-Markt

Die Fed wird in den kommenden Monaten nach unserer Einschätzung das Ziel verfolgen, mehr Volatilitäten und Risiken in die Märkte zu bringen und damit die Entstehung von Blasen zu verhindern. Dies geschieht unter anderem über ein Ende des quantitative easing und die Diskussionen darüber. Erste Auswirkungen dieser Politik können beispielsweise im Segment der US-Hochzinsanleihen beobachtet werden: Es ist kollabiert. Die in den ersten Monaten des Jahres bevorzugten Anleihen aus Schwellenländern haben in den letzten Wochen ebenfalls gelitten. Wir glauben jedoch, dass das vom künftigen Fehlen der Liquiditätsspritzen ausgehende Risiko überbewertet wird.

Zudem gehen wir davon aus, dass die Fed ihre akkomodative Politik auf eine behutsame Art und Weise beenden wird. Dies kann sie auch, denn sie hat ihr Ziel erreicht: Der US-Markt hat sich erholt. Er hat dabei besonders von einer Verbesserung der Wirtschaftslage profitiert. Diese Entwicklung dürfte anhalten, da die US-Wirtschaft von mehreren Faktoren gestützt wird. So wird das Konsumentenvertrauen aufgrund eines Vermögenswachstums und der schrumpfenden Arbeitslosigkeit auch künftig den heimischen Konsum beleben. Wir sehen nach wie vor Potenzial bei einigen großen US-Firmen, die weltweit agieren wie Visa und McDonalds. Allerdings ist die Bewertung von US-Aktien im Vergleich zu europäischen Unternehmen mittlerweile recht hoch, sodass wir hier sehr selektiv vorgehen.

Die europäischen Börsen haben den US-Markt dagegen seit Anfang 2009 massiv underperformt (S&P500: plus 76 Prozent bezogen auf den Euro, Stoxx Europe 600: plus 41 Prozent) und bieten künftig deutlich mehr Potenzial. Mit einem für 2014 erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis des Stoxx Europe 600 von 10,5 liegen die Bewertungen auf einem attraktiven Niveau. Die europäische Wirtschaft wird sich wahrscheinlich zum Jahr 2014 hin leicht erholen. Einzelne Anzeichen sind erkennbar: Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist gesunken, die Reformen dort bringen erste Resultate und die griechische Regierung ist mittlerweile bereit, auch unpopuläre Entscheidungen umzusetzen, wie die Schließung der staatlichen Radio- und Fernsehkanäle. Der deutsche Wachstumsmotor funktioniert nach wie vor gut, wenngleich Frankreich allmählich das Geld ausgeht und die französische Regierung nun endlich Entscheidungen treffen und handeln muss.

Globale Marktführer aus Konsum- und Industriesektor bevorzugt

Bei der Aktienauswahl favorisieren wir Unternehmen, die jährliche Wachstumsraten von über sechs Prozent auf Fünf- bis Zehn-Jahressicht bieten. Dieses Kriterium sehen wir bei vielen Unternehmen erfüllt, die aus dem Konsum- oder Industriesektor kommen und stark in Wachstumszonen engagiert sind. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass globale Marktführer solides Wertsteigerungspotenzial besitzen, da sich in vielen Ländern eine neue, immer finanzkräftigere Mittelschicht herausbildet, die künftig ihre westlich orientierten Konsumbedürfnisse decken wird. Diese Entwicklung sehen wir – wenn auch noch in den Anfängen – ebenfalls auf dem afrikanischen Kontinent. Afrika bietet den zusätzlichen Vorteil, dass Wachstum hier größtenteils losgelöst von weltweiten Zyklen entstehen kann.

Seite 2: Selektiv auf den Fortschritt in Schwellenländern setzen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...