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19. Dezember 2013, 08:52
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Luxemburgs Regierung will Fondsstandort stärken

In Luxemburg hat die neue Regierungskoalition einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerflucht sowie zur Anpassung an die Normen des OECD Global Forums entwickelt.

Luxemburg

Die neue Administration des Groβherzogtums Luxemburg ist nach eigenem Bekunden fest entschlossen, die langfristige Entwicklung des luxemburgischen Finanzsektors zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der Fondsindustrie weiter zu stärken.

Der Präsident des Luxemburger Fondsverbands Alfi, Marc Saluzzi, begrüβt diese Initiative: „Die neue Regierung hat die Bedeutung des Finanzsektors für die luxemburgische Wirtschaft klar erkannt und ist entschlossen sicherzustellen, dass Luxemburg auch in Zukunft ein Kompetenzzentrum für Finanzdienstleistungen bleiben wird – und dies im vollen Einklang mit internationalen Normen.“

Alfi kämpft gegen Steuern jeder Art

Zu den angedachten Maßnahmen gehören: Die Regierung hat sich verpflichtet, die Taxe d’abonnement für Investmentfonds nicht zu erhöhen und die steuerlichen Vorschriften für die Fondsindustrie auf Möglichkeiten zu untersuchen, um die Wettbewerbsfähigkeit der luxemburgischen Fonds zu verbessern.

Außerdem versucht Luxemburg in Europa zu einem führenden Standort für alternative Investmentfonds zu werden. Die Regierung will zudem aktiv dazu beitragen, große Private-Equity-Fonds nach Luxemburg zu locken. Darüber hinaus will sie Maβnahmen – wie die Reform der Besteuerung der Gewinnbeteiligung der Manager alternativer Investmentfonds – in die Wege leiten, mit denen verstärkt Front-Office-Funktionen in Luxemburg angesiedelt werden können.

Auch will Luxemburg eine hochwertige Aufsicht des Finanzsektors gewährleisten, die Ressourcen der Aufsichtsbehörde ausbauen, effiziente Genehmigungsverfahren garantieren und sich auch weiterhin gegen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa zur Wehr setzen.

Die Stellung als führender europäischer Standort für das Renminbi-Geschäft und für grenzüberschreitende Investitionen in Festland-China soll ausgebaut werden. Gestärkt werden sollen ebenfalls die bestehenden Beziehungen mit den Golfstaaten, um Luxemburg als führenden Standort für Finanzstrukturen und -dienstleistungen nach islamischem Recht weiterzuentwickeln. Ferner sind ein Aktionsplan zur weiteren Förderung sozial verantwortlicher Investments, einschlieβlich Mikrofinanz und Impact Finance, vorgesehen.

„Die luxemburgische Fondsvereinigung ALFI begrüßt den Aktionsplan der neuen Regierungskoalition und wird auch in Zukunft aktiv dazu beitragen, dass Luxemburg Europas Standort Nummer Eins für die Asset Management-Industrie bleiben wird“, so Saluzzi. (mr)

Foto: Shutterstock

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