Anzeige
Anzeige
24. Oktober 2013, 09:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Katastrophenanleihe im Fondsmantel

Mit dem “Schroder Gaia Cat Bond” (LU0951570687) der britischen Fondsgesellschaft Schroders können deutsche Anleger in verbriefte Versicherungsrisiken – sogenannte Katastrophenanleihen – investieren.

Schroders

Aufgelegt werden die Cat Bonds von Versicherungsgesellschaften, um Risiken etwa von Wirbelstürmen, Erdbeben oder Sturmfluten auszulagern und in kalkulierbare Kosten umzuwandeln.

Beim Managen des Portfolios aus Insurance Linked Securities hilft die Schweizer Boutique Secquaero Advisors Limited, an der Schroders in diesem Frühjahr eine Beteiligung erworben hat.

„Unsere Beteiligung an Secquaero war ein weiterer konsequenter Schritt, unseren Kunden Zugang zu innovativen und sinnstiftenden Investmenttrends zu bieten, mit deren Hilfe Investoren risikoadjustiert und unkorreliert investieren können“, sagt Schroders-Geschäftsführer Achim Küssner.

Fondsmanager Daniel Ineichen folgt der Strategie seines früheren Fonds NGAR Secquaero ILS Fund. Dieser erzielte nach Angaben von Schroders seit seiner Auflage im Mai 2011 eine annualisierte Rendite von 7,3 Prozent und wurde nun mit dem neuen Schroder Gaia Cat Bond verschmolzen.

Im Visier sind Europa, die USA sowie Japan

Ineichen will hauptsächlich in Regionen investieren, in denen eine hohe Konzentration von versichertem Vermögen zu finden ist, vornehmlich in Westeuropa, den Vereinigten Staaten und Japan.

Zum Hintergrund: Aufgelegt werden die Cat Bonds von Versicherungsgesellschaften, um Risiken etwa von Wirbelstürmen, Erdbeben oder Sturmfluten auszulagern und in kalkulierbare Kosten umzuwandeln. So können Investoren Teile dieser Risiken oftmals gegen attraktive Renditen übernehmen. Durch das aktive Management der Cat Bonds in einem Investmentfonds soll eine breite Diversifikation über viele verschiedene Schadenauslöser erreicht werden.

Der Fonds strebt eine jährliche Netto-Performance von sechs Prozentpunkten über dem US-Dreimonats-Libor bei geringer Korrelation zu traditionellen Assetklassen an.

Aktuell managt Schroders auf der Fondsplattform Gaia alternative Investment-Strategien in Form von Ucits-konformen Investmentfonds insgesamt fast 1,9 Milliarden Euro.

Eines der ersten Ucits-Angebote am Markt

Küssner erläutert: „Für viele Vermögensverwalter oder Family Offices ist eine transparente Anlageform, wie wir sie mit unserem neuen Fonds bieten, Voraussetzung, um überhaupt in solche Anlageklassen investieren zu können. Hier gibt es einen großen Bedarf, aber nur wenige Häuser, die die benötigten Produkte für eine breit diversifizierte Asset Allokation auch anbieten können. Hier wollen wir die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot schließen.“

Eine aktuelle Schroders-Marktstudie ergab: Alternative Investments werden in der Asset Allokation bisher kaum berücksichtigt. Im Schnitt investieren Family Offices in Deutschland gerade einmal 7,7 Prozent in alternative Investments. Hingegen gaben 21,3 Prozent der Befragten an, ihr Engagement in diesem Bereich künftig ausbauen zu wollen.

Die Verwaltungsgebühr der neuen Offerte liegt bei 1,42 Prozent pro Jahr. (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...