5. Juni 2015, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fidelity: Japans Aktien vor nachhaltigem Aufwärtstrend

Die Fondsgesellschaft Fidelity ist vom Aufwärtstrend in Japan für das zweite Halbjahr 2015 überzeugt. Ein Kommentar von Alex Treves, Leiter japanische Aktien bei Fidelity Worldwide Investment.

Alex-treves750 in Fidelity: Japans Aktien vor nachhaltigem Aufwärtstrend

Alex Treves, Fidelity, sieht Japans Unternehmen im Aufwind.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten nachlassender Bedeutung scheint der japanische Aktienmarkt an der Schwelle zu einem dauerhaften und nachhaltigen Aufwärtstrend zu stehen. Das hat Auswirkungen weit über die Grenzen Japans hinaus. Dennoch verkennen viele Anleger den dortigen Aktienmarkt und seine aussichtsreiche Zukunft.

Geopolitischen Einfluss stärken

Einer der Hauptgründe für die verbesserten Aussichten ist die geopolitische Verschiebung in Asien, vor allem ein selbstbewussteres China. Politiker und andere Entscheidungsträger in Japan konzentrieren sich deshalb darauf, den geopolitischen Einfluss des eigenen Landes zu stärken. Das gelingt nur mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung Japans.

Niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Haushaltseinkommen

Positiv ist in diesem Zusammenhang, dass die Politik von zyklischen Faktoren unterstützt wird. So verbessert die sehr niedrige Arbeitslosenquote die Aussicht auf steigende Haushaltseinkommen. Sie sind für die Reformpolitik des japanischen Ministerpräsidenten Abe von entscheidender Bedeutung. Denn die höheren Einkommen sollen das Verbrauchervertrauen verbessern und damit für steigende Haushaltsausgaben sorgen. Das soll dazu beitragen, das Land von der deflationären in eine inflationäre Stimmung zu führen. Steigende Konsumausgaben stützen die Profitabilität der Unternehmen und bereiten damit den Boden für Investitionen, die Japans Wirtschaft wieder auf einen dauerhaften Wachstumspfad führen.

Deflationssorgen unbegründet

Die Sorge, dass die niedrigen Energiepreise die Deflation in Japan wieder anheizen könnten, ist zwar verständlich, aber aus meiner Sicht unbegründet. Denn niedrige Energiepreise wirken sich zwar für mindestens ein Jahr negativ auf die Inflationsrate aus, sind aber umgekehrt für die Kaufkraft der Verbraucher und Unternehmen sehr positiv. Da Japan seine fossilen Brennstoffe importiert, werden mögliche disinflationäre Tendenzen des niedrigen Ölpreises durch die zu erwartenden positiven Konjunkturimpulse überlagert.

Fokus auf höhere Eigenkapitalrenditen

In den kommenden Quartalen sollte die Regierung ihren Einfluss auf die wirtschaftliche Erholung des Landes aber reduzieren. Die Zukunft Japans liegt in den Händen der Konsumenten und der Unternehmen, deren Ausgaben und Investitionen das Land aus der Deflationsspirale führen müssen. Andererseits unterschätzen viele Beobachter jedoch, wie entscheidend bislang die Rolle der Regierung bei der Verbesserung der Corporate Governance in Japan war. Insbesondere der Fokus auf eine höhere Eigenkapitalrendite rechtfertigt künftig steigende Aktienbewertungen.

Foto: Fidelity

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Karneval: HDI will für Unfallrisiken sensibilisieren

60 Prozent der Deutschen halten privaten Unfallschutz für wichtig, aber nur 24 Prozent haben tatsächlich eine Police abgeschlossen. Dies ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der HDI. Speziell für Karnevalisten bietet der Versicherer aktuell eine digitale Kurzzeitversicherung an, den sogenannten “Tolle-Tage-Schutz”. 

mehr ...

Immobilien

JLL: Hamburgs Büromarkt mit größtem Performance-Sprung

Der Victor Prime Office von Jones Lang LaSalle (JLL), der die Büro-Teilmärkte in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München analysiert, verzeichnete im vierten Quartal 2016 den stärksten Zuwachs in einem Quartal seit Aufzeichnung des Index Ende 2003.

mehr ...

Investmentfonds

Nebenwerte erhöhen die Rendite im Depot

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die großen Aktienindizes deutlich outperformen. Auch in der Zukunt dürfte diese Asset-Klasse attraktiv sein. Gastkommentar von Charles Anniss, Union Bancaire Privée

mehr ...

Berater

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Konsultation: „AIF-Geschäftsführung ist nicht qualifiziert“

Die BaFin hat die Frist für Stellungnahmen zu ihrem jüngsten Schreiben um zwei Wochen verlängert. Der Korrekturbedarf ist offenbar groß. Doch frühere Aussagen der Behörde lassen ahnen, wo ihre Grenzen liegen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

VDVM: Bafin schießt übers Ziel hinaus

Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kritisiert die Ausführungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zum BGH-Urteil zur Schadenregulierung. Der Verband will sich gegen eine “so pauschale und undifferenzierte Beschränkung des Berufsbildes des Versicherungsmaklers” wehren.

mehr ...