Anzeige
Anzeige
1. Oktober 2015, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Metzler Asset Management: Wie es bei Staatsanleihen weitergeht

Staatsanleihen bergen zumindest auf mittlere Frist nur sehr bedingt Ertragspotenzial – so lassen sich die Analyseergebnisse der Metzler-Spezialisten zusammenfassen.

Matthes in Metzler Asset Management: Wie es bei Staatsanleihen weitergeht

Rainer Matthes, Metzler Asset Management, sieht Aktienanlagen im Aufwind.

Dr. Rainer Matthes, CIO im Metzler Asset Management, konstatiert, dass sich die Investoren aktuell wieder stärker für Aktienanlagen interessieren. Zwar sei der Risikoappetit noch vergleichsweise verhalten, aber: “Bei Aktien verzeichnen wir Zuflüsse sowohl in Spezialfonds als auch in Publikumsfonds”. Bei Staatsanleihen stünden die Anleger dagegen – angesichts der in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegenen Staatsverschuldung – vor dem Dilemma zwischen Zinserfordernis und Bonitätsrisiken. Als Stabilisatoren der strategischen Asset-Allokation seien Staatsanleihen jedoch unverzichtbar.

Ertragsrate bei null Prozent

Dass mit Staatsanleihen “kein Staat zu machen sei”, erläutert Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management GmbH, anhand seines Ansatzes für Ertragsprognosen. Er bezieht sich auf einen Zeitraum von sieben Jahren, um bei seiner Analyse von Konjunkturszenarien absehen zu können. Nach seiner Einschätzung der durchschnittlichen jährlichen Erträge von Anleiheindizes “müssen Anleger davon ausgehen, dass die durchschnittliche Ertragsrate in diesem Zeitraum bei etwa null Prozent pro Jahr liegen wird”.

Keine Konzentrationsrisiken eingehen

Problematisch seien vor allem Portfolios, die auf einen oder wenige vermeintlich sichere Häfen setzen würden; “solche Konzentrationsrisiken einzugehen ist äußerst fahrlässig, weil dann extreme Schocks ein Portfolio mit voller Wucht treffen können”. “Global anlegen, effektiv diversifizieren und möglichst flexibel agieren” Aus demselben Grund rät Uwe K. Sundermeier, Portfoliomanager für Fixed Income im Metzler Asset Management, davon ab, in marktkapitalisierte Indizes zu investieren oder die Länder entsprechend ihrer Marktkapitalisierung zu gewichten; “da werden dann wenige oft hochverschuldete und überbewertete Länder bevorzugt.”

Tretminen vermeiden

Um solche Tretminen zu vermeiden, müsse effektiv diversifiziert werden, “das heißt möglichst breit, aber nicht mit der Gießkanne, sondern in solide Schuldner mit Ertragsperspektive – also orientiert an ökonomischen Rahmenbedingungen und dem Zinsumfeld”. Ferner sei es wichtig, dass die Allokation jederzeit an sich ändernde Rahmenbedingungen angepasst werden könne. Bei den institutionellen Kunden der Metzler Asset Management GmbH habe sich eine Strategie bewährt, bei der genau so vorgegangen werde, um das Potenzial von Staatsanleihen auszuschöpfen. Nach dem Konzept “Metzler Sovereign Select” werde in Staatsanleihen auch außerhalb des Euroraums diversifiziert, um damit eine einseitige Konzentration von Länderrisiken möglichst zu vermeiden; gleichzeitig sei das Währungsmanagement bereits in die Strategie integriert. (fm)

Foto: Metzler Asset Management

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

GDV: Eiopa sollte IDD-Entwurf überarbeiten

Der Umsetzungsvorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) würde nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein faktisches Provisionsverbot hinauslaufen. Der Verband fordert daher eine Überarbeitung.

mehr ...

Immobilien

Wunschbüro der Zukunft überraschend konservativ

Wie stellen sich die Generationen X und Y das Büro der Zukunft vor? Unter dem Titel „Office of the future?“ untersuchten Savills und die Unternehmensberatung Consulting cum laude die Vorstellungen vom Büro der Zukunft.

mehr ...

Investmentfonds

Europäischer Aktienmarkt unterschätzt heimische Konjunktur

Bei vielen Investoren hat die europäische Konjunktur derzeit einen schlechten Ruf. Allerdings ist die Ausgangssitution für einige Experten positiver als angemommen.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...