Anzeige
Anzeige
2. Mai 2014, 09:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PKV mit guten Perspektiven

Vor acht Monaten stand die Zukunft der privaten Krankenversicherung (PKV) auf der Kippe. Diskussionen zu Billigtarifen und hohen Beitragsanpassungen waren kurz vor der Bundestagswahl noch Wasser auf die Mühlen von Verbraucherschützern und Kassen-Verbänden. Doch inzwischen hat sich die Branche wieder gut aufgestellt.

Gastbeitrag von Ellen Ludwig, Ascore

private Krankenversicherung

“Die PKV-Branche hat die Zeichen der Zeit erkannt und gesetzliche Regulierungen für eine Repositionierung genutzt.”

Als Herrscher über alle Budget-Töpfe ist es Wolfgang Schäuble gewohnt, nicht immer nur gelobt zu werden. Als der Bundesfinanzminister im März verkünden ließ, den jährlichen Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu kürzen, war die Empörung der GKV-Funktionäre groß.

Jürgen Graalmann, Vorstandvorsitzender des AOK-Bundesverbandes: “Alle Experten gehen davon aus, dass die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Jahr wieder unter Druck gerät und die Phase hoher Kassenüberschüsse zu Ende geht.” Die finanzielle Katerstimmung in der GKV sei vorprogrammiert.

GKV-Rücklagen mit Rekordwert

In den vergangenen Monaten konnte die GKV rekordverdächtige 30,3 Milliarden Euro an Reserven bilden. Der Gesundheitsfonds, über den Beitrags- und Steuergelder zentral eingenommen, verwaltet und verteilt werden, hat hierzu allein ganze 13,6 Milliarden Euro beigetragen.

Mit Steuermitteln soll über den Gesundheitsfonds die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der sogenannten versicherungsfremden Leistungen finanziert werden. Hierzu gehören klassischerweise die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern sowie das Muttergeld – für die Versicherten zwei wichtige Argumente für die GKV.

Der Bundeszuschuss soll in diesem Jahr nach den Plänen des Finanzministers von 14 Milliarden Euro auf 10,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Stattdessen solle die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Finanzierung des zugesagten Zuschusses herhalten.

Aufgehende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben

Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, warnte vor der aufgehenden Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben der GKV. “Den Bundeszuschuss zu kürzen, wäre ein Beschleunigungsprogramm für Beitragserhöhungen.”

Erneute Zusatzbeiträge für die GKV-Versicherten könnten das Resultat der sich verschlechternden Finanzsituation der GKV sein. Dies wird vor allem die stark umkämpfte Zielgruppe der Besserverdiener besonders ärgern. Denn die aufgrund ihres hohen Einkommens so genannten freiwillig gesetzlich Versicherten waren in den vergangenen Jahren auch schon von den Beitragssteigerungen durch die stetige Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze betroffen.

Seite zwei: GKV-Mitglieder geraten ins Grübeln

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...