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28. Februar 2014, 08:00
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Riester-/Rürup-Renten: Und sie lohnen sich doch

Die nach ihren Ideengebern benannten Vorsorgeformen sind noch ein gutes Stück vom erhofften Erfolg entfernt. Was sind die Gründe? Lohnt sich eine geförderte Rentenversicherung wirklich und was bringen die zum 1. Juli 2013 beschlossenen Änderungen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes?

Gastbeitrag von Ellen Ludwig, Ascore

Riester Rürup

Ellen Ludwig: “Der Gesetzgeber sollte Riester- und Rürup-Renten attraktiver gestalten.”

Der Bestand an Rürup-Renten ist mit rund 1,6 Millionen Verträgen auf einem niedrigen Niveau und der ohnehin schwache Neuzugang verminderte sich in den letzten Jahren noch weiter. Bei den Riester-Renten wird die Situation noch deutlicher.

Seit Ende 2012 stagniert der Bestand bei knapp 10,9 Millionen Verträgen und verzeichnet so gut wie keinen Neuzugang. Woran liegt das?

Riester-Produkte unter der Lupe

Grund für die Zurückhaltung bei der Riester-Rente ist die undifferenzierte Kritik in der Vergangenheit, die die Verbraucher verunsichert. Die holprige Einführung und die wiederholten Gesetzesänderung haben viele in ihrer Einschätzung zur Riester-Rente irritiert und sie fragen sich, ob ein Riester-Vertrag wirklich einen Mehrwert bietet.

Diese Frage kann ohne Umschweife mit “ja” beantwortetet werden. Die Riester-Rente füllt nicht die gesamte Lücke, aber sie gehört zur Altersvorsorge als Ergänzung dazu. Die staatliche Förderung wirkt sich je nach Einkommen und Familienstand unterschiedlich stark aus.

Beachtliche Förderquoten

Die Förderquoten sind in allen Szenarien beachtlich und die Berechnungen machen deutlich, dass gerade Familien oder Alleinstehende mit Kindern, die ein geringes rentenversicherungspflichtiges Einkommen haben, sich die Riester-Rente durch das Zulagensystem leisten können.

Aber Riester lohnt sich in einem breiten Einkommensspektrum – auch für Besserverdiener. Hierbei sind allerdings Deckelungen der möglichen Beiträge bis maximal 2.100 Euro pro Jahr und die nachgelagerte Besteuerung zu beachten. Die Riesterrente wird im Gegensatz zu der privaten Rente im Rentenbezug mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

Seite zwei: Flexibilität und Garantien im Fokus

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1 Kommentar

  1. “Grund für die Zurückhaltung bei der Riester-Rente ist die undifferenzierte Kritik in der Vergangenheit, die die Verbraucher verunsichert.” Ich sehe die Sachlage ganz anders! Undurchsichtige Verträge und zu positive Dartstellung verunsichern in meinen Augen die Kunden.
    Ich selbst habe einen Riester- und einen mittlerweile stillgelegten Rürupvertrag. Die Kosten kann ich nicht nachvollziehen, trotz meines mathematischen Grundverständnis. Bei dem Rürup handelt es sich um eine Fondpolice mit in meinen Augen überteuerten Fonds (Verwatungsgebühr+Erfolgsgebühr) zusätzlich zu den Verwaltungsgebühren. Die Fondsauswahl ist sehr begrenzt. Erstaunt war ich, dass die Renten versteuert werden müssen und ich lernen musste, dass solche Verträge eine Wette auf ein langes Leben sind. Als mein Vermögensberater auch noch Verträge umdecken wollte, habe ich mein Vertrauen restlos verloren. Der Gründer dieser Gesellschaft gehört übrigens zu den reichsten Deutschen. Ich denke diverse Vertriebe profitieren von Riester und Rürup immer, ob die Kunden profitieren-daran zweifle ich mittlerweile sehr.

    Kommentar von Ludwig — 5. März 2014 @ 01:16

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