19. Oktober 2016, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Social Selling für die Versicherungsbranche

Versicherungen sollten Social Selling betreiben, um ihre Vertriebsziele zu erreichen. Social Selling erhöht den Umsatz, wenn es professionell erfolgt. Wie dies gelingt, das erklärt die Unternehmensberaterin für digitale Marketing-Kommunikation Claudia Hilker in ihrem Gastbeitrag.

Social Selling für die Versicherungsbranche

Claudia Hilker: “Bei Social Selling geht es weniger um den Direktverkauf, sondern vielmehr um die Kunden-Beziehung und den Vertrauensaufbau.”

Social Selling bedeutet über die sozialen Netzwerke die richtigen Zielkunden zu finden, Vertrauen aufzubauen und Verkäufe einzuleiten. Eine Umfrage zum Thema “Social Selling” von LinkedIn (2016) zeigt, dass zwei Drittel aller Kunden Social Media als Informationsquelle für ihre Kaufentscheidung nutzen. Ohne großen Aufwand können Versicherungen ihre potentiellen Kunden in den sozialen Netzwerken ohne Werbekosten ansprechen, als Lead und dann idealerweise als Kunde gewinnen.

Bei Social Selling geht es weniger um den Direktverkauf, sondern vielmehr um die Kundenbeziehung und den Vertrauensaufbau. Das heißt konkret: Es reicht nicht, dass ein Versicherungsvermittler Werbung und Produktinfos postet, sondern er muss für den Kunden hilfreiche Inhalte liefern mit Content-Marketing und Storytelling. Nur so gewinnt er an Relevanz und Glaubwürdigkeit als Berater.

Hassliebe: Versicherungen und Social Media

In der Versicherungswirtschaft erweist sich der Social-Media-Einsatz immer wieder als problematisch. Social-Media-Marketing wird auf das Mindeste beschränkt, obwohl der Kundenstamm der meisten Versicherungen veraltet ist. Sie benötigen dringend jüngere Kunden und die Kundengewinnung im Internet ist deutlich günstiger als über klassische Vertriebswege, scheuen aber das Engagement.

Die Studie “Versicherungen Online 2016” der Beratungsagentur Absolit zeigt beispielsweise, dass zwar viele Versicherungen auf Facebook vertreten sind, aber die Resonanz schwach ist. Das Engagement der Fans im Versicherungsbereich ist gering, siehe folgende Abbildung.

Social Selling für die Versicherungsbranche

Quelle: Hilker Consulting

Doch nur mit einem professionellen Social-Media-Marketing gelingt es, Interessenten in Kunden zu verwandeln. Oftmals mangelt es an Stellenwert, Kompetenz und Investitionsbereitschaft im Versicherungsvertrieb. Doch wenn Versicherungen jüngere Kunden online gewinnen wollen, dann muss Social Selling einen hohen Stellenwert im Unternehmen haben. Nur wenn eine Versicherung das Potential erkennt und sich mit Engagement und Professionalität dem Thema nähet, wird es gelingen. Dabei stellt sich die Frage, welchen Nutzen das Social Selling überhaupt hat.

Seite zwei: Nutzen von Social Selling

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsmargen der Banken bleiben stabil

Die Ausweitung der Geldmenge hat seit Ausbruch der Coronakrise noch einmal Fahrt aufgenommen. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer. Das Geschäft boomt trotz Niedrigzinsen und Pandemie und während Sparer immer öfter mit Strafzinsen konfrontiert werden, schaffen es die Banken bei der Baufinanzierung seit 2012, eine stabile Zinsmarge einzufahren.

mehr ...

Investmentfonds

Impact Investing Risiken werden durch schlechte Messstandards getrübt

Impact Investing läuft Gefahr, durch unterdurchschnittliche Messung und Berichterstattung beeinträchtigt zu werden, so dass die Anleger von den übermäßig positiven Ansprüchen der Asset Manager enttäuscht sind, sagt Brunno Maradei, Global Head of Responsible Investment bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...