GLS Bank begrüßt EmpCo-Richtlinie und warnt vor Green Hushing

Google Cash. bei Google als bevorzugte Quelle markieren
Hände prüfen ein Produktetikett mit grünem Blatt-Symbol im Gegenlicht.
KI-generiertes Bild (OpenAI)
Die EmpCo verschärft die Vorschriften zur Werbung mit Nachhaltigkeit (KI-Symbolbild).

Ab Sonntag gelten mit der EmpCo-Richtlinie schärfere EU-Regeln gegen Greenwashing. Die GLS Bank begrüßt das, warnt aber vor einem Nebeneffekt: dem sogenannten Green Hushing. Was Vorstand Michael Ahlers dazu fordert.

Am Sonntag, 27. September 2026, treten in der EU schärfere Regeln gegen irreführende Umweltwerbung in Kraft. Die EmpCo-Richtlinie verpflichtet Unternehmen, Begriffe wie „grün“, „klimafreundlich“ oder „klimaneutral“ künftig konkret und unmittelbar zu belegen. Die GLS Bank begrüßt die neuen Vorgaben. Zugleich warnt das Bochumer Institut aber vor einem unerwünschten Nebeneffekt: dem sogenannten Green Hushing.

EmpCo-Richtlinie soll Greenwashing verhindern

Mit der EmpCo-Richtlinie will die EU Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen schützen. Wer künftig mit pauschalen Umweltaussagen wirbt, muss diese wissenschaftlich fundiert und nachprüfbar belegen. Darin sieht Michael Ahlers einen wichtigen Beitrag zu mehr Glaubwürdigkeit. „Die Empco spielt eine zentrale Rolle für Verbraucherschutz in der Prävention von Greenwashing“, sagt der Vorstand der GLS Bank. Ahlers ergänzt: „Wir unterstützen Ansätze zu mehr Glaubwürdigkeit, insbesondere wenn es um konkrete Nachhaltigkeitsleistungen und Ziele geht.“

GLS Bank warnt vor Green Hushing

Strengere Kommunikationsvorgaben dürfen aus Sicht der GLS Bank allerdings nicht dazu führen, dass Unternehmen schweigen. Aus Sorge vor Fehlern könnten sie ganz auf Aussagen zu ihrer Nachhaltigkeitsleistung verzichten. Ahlers sieht darin eine Schieflage zwischen Berichtspflichten und Kommunikationsregeln. „Während Berichtspflichten zuletzt geschwächt wurden, werden strengere Vorgaben für die Kommunikation von Nachhaltigkeitsleistungen angesetzt“, sagt er. „Wer nachhaltig wirtschaftet und es kommuniziert, muss immer aufwendiger belegen, was er tut. Wer schädlich wirtschaftet, bleibt in manchen Bereichen weiterhin deutlich weniger sichtbar“, sagt Ahlers.


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Die Folge könnte laut GLS Bank paradox ausfallen. Immer mehr Unternehmen verzichten aus Vorsicht ganz darauf, über ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu berichten. Für dieses Phänomen hat sich der Begriff Green Hushing etabliert. Statt Greenwashing zu verhindern, riskiert die EmpCo-Richtlinie damit nach Einschätzung der Bank einen neuen Effekt. Unternehmen tauchen ab, anstatt sich zu erklären.


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