Kryptomarkt: Was sich Anleger wünschen

Der Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ist komplex, besonders anfangs. Eine Umfrage einer Tochtergesellschaft der Börse Frankfurt hat ermittelt, was sich Anleger wünschen, welche Erfahrungen sie schon gemacht haben und was sie davon abhält, in Kryptowährungen zu investieren.

Bitcoin, Ethereum und Litecoin sind immer mehr Menschen ein Begriff, auch wenn sie selbst nicht investieren.

Unkompliziert, sicher und schnell verfügbar: So wünschen sich Anleger den Handel mit digitalen Währungen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage „#thefutureofcrypto“ des Fintechs Sowa Labs. Die Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Digital Ventures hat dazu über 1.000 Personen online befragt.

An den Umfrageergebnissen wird deutlich, dass an dieser Umfrage überdurchschnittlich viele kryptointeressierte Anleger teilgenommen haben, so haben 35 Prozent der Befragten einen oder mehrere Kryptowährungs-Handelskonten.

Umständlich und komplex

„Immer mehr Anleger interessieren sich für Kryptowährungen. Allerdings zeigt unsere Umfrage, dass bestehende Krypto-Handelsplätze noch nicht für ein Massenpublikum geeignet sind“, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs.

Noch ist es umständlich, in Bitcoin, Ethereum und Co. zu investieren. „Neben Benutzeroberflächen in deutscher Sprache fehlt es vielen Handelsplattformen vor allem an einfacher Bedienbarkeit“, so Spankowski.

Registrierung und Identitätsnachweis seien häufig zu komplex: „Allein die Eröffnung eines Benutzerkontos dauert meist mehrere Tage – viel zu lang für die rasante Krypto-Welt.“ Zwei Drittel der Befragten wünschen sich laut der Umfrageergebnisse deshalb einen schnelleren Prozess: Zwischen der Eingabe der persönlichen Daten und der Freischaltung zum Handel sollten maximal 24 Stunden liegen. Darüber hinaus bemängeln Anleger auch fehleranfällige Handelsabläufe und die hohen Gebühren beim Kauf digitaler Münzen.

Mangel an Erfahrung

Dass die breite Masse der Anleger noch nicht mit Kryptowährungen handelt, spiegele sich in der Umfrage wider. Während drei Viertel der Teilnehmer bereits Wertpapiere gehandelt hätten, habe bislang nur eine Minderheit Erfahrung in der Krypto-Welt gesammelt.

Ein Drittel – vornehmlich Männer unter 35 Jahren – besitze einen Account bei einer Krypto-Plattform. Wiederum zwei Drittel von ihnen hätten in mindestens drei Kryptowährungen investiert. „Dabei stieg die Zahl der neu eröffneten Accounts analog zum Bitcoin-Hype sprunghaft an“, sagt Spankowski.

Die befragten Krypto-Trader würden häufig handeln: Drei Viertel von ihnen seien jeden Monat aktiv. Dabei würden sie sich überwiegend in Onlineforen, Blogs und sozialen Medien über Krypto-Themen informieren.

Die Umfrage zeigt auch, warum die Mehrheit nicht mit Kryptowährungen handelt: „Viele Befragte vertrauen dem digitalen Geld nicht, halten ein Investment für zu riskant oder haben nicht genügend Know-how“, so Spankowski. (kl)

Foto: Shutterstock

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