Neuberger hat den Neuberger Emerging Markets Equity Fund aufgelegt. Verwaltet wird der Fonds von Juan Torres und Vera German, die 2025 zu Neuberger kamen. Zusammen verfügen beide über mehr als drei Jahrzehnte Anlageerfahrung.
Die Strategie zielt auf langfristigen Kapitalzuwachs. Dafür sucht das Fondsmanagement nach Anlagechancen in Schwellenländern, die aus seiner Sicht zu wenig beachtet werden. Investiert werden kann über verschiedene Länder, Sektoren und Marktkapitalisierungen hinweg.
Die Aktienauswahl folgt einem benchmarkunabhängigen Bottom-up-Value-Ansatz. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, die nach Einschätzung des Managements fehlbewertet sind und im günstigsten Quintil des Schwellenländeruniversums gehandelt werden.
Value-Ansatz mit antizyklischem Profil
Das Management beschreibt den Ansatz als „makrobewusst – nicht makrogetrieben“. Das Portfolio umfasst in der Regel zwischen 30 und 70 Aktien. Grundlage ist ein Value-Rahmen mit fünf Bereichen: Fallen Angels, Zykliker, Sondersituationen, strukturelle Herausforderungen und verborgenes Wachstum.
Dieser Aufbau soll unterschiedliche Value-Profile abdecken und zugleich den Fokus auf absolute Renditen erhalten. Torres sieht gerade in wenig beachteten Marktsegmenten Chancen für aktive Investoren: „Schwellenländer gehören nach wie vor zu den am stärksten untergewichteten und am wenigsten durch Research abgedeckten Bereichen des globalen Aktienmarkts. Wir sind überzeugt, dass genau dort disziplinierte Value-Investoren attraktive Chancen finden können.“
Die Breite des Anlageuniversums und strukturelle Hürden vieler Schwellenländer böten aus Sicht des Managements Ansatzpunkte für einen researchgetriebenen Investmentprozess. Torres ergänzt: „Wir suchen bewusst nach Unternehmen, die jenseits der allgemeinen Investorenaufmerksamkeit liegen.“
Schwellenländer mit Bewertungsabschlag
Vera German verweist auf das Bewertungsniveau im Value-Segment. „Der Neuberger Emerging Markets Equity Fund bietet Investoren einen aktiv verwalteten, auf fester Überzeugung basierenden Zugang zu diesen Chancen. Die Bewertungen im Value-Segment liegen weiterhin auf historisch attraktiven Niveaus.“
In Verbindung mit einer wachsenden Zahl möglicher Katalysatoren in Schwellenländern sieht German ein Umfeld, in dem eine gezielte Allokation geprüft werden kann. Der Fonds solle Renditen über einen konsequenten Bottom-up-Prozess erzielen und sich auf Unternehmen konzentrieren, die mit einem deutlichen Abschlag auf ihren inneren Wert gehandelt werden.
José Cosío, Head of Global Intermediary ex US bei Neuberger, ordnet den Fondsstart in das aktuelle Marktumfeld ein: „Der Launch erfolgt, während Schwellenländeraktien mit einem der größten Bewertungsabschläge gegenüber entwickelten Märkten der vergangenen Jahre gehandelt werden. Zugleich schaffen aktionärsfreundliche Reformen in Märkten wie Korea und Brasilien neue Treiber für Value-orientierte Sektoren. Für Kunden, die eine Diversifikation jenseits der Konsenspositionen suchen, die viele Schwellenländerstrategien dominieren, bietet der Fonds ein klar eigenständiges Profil auf Basis eines disziplinierten, auf Value fokussierten Prozesses.“














