Iran-Konflikt belastet Märkte: Julius Bär rät zu Geduld bei Aktien

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Julius Bär ordnet die Iran-Krise ein und sieht Chancen bei Nicht-US-Aktien nach Kursrückgängen.

Die Spannungen rund um den Iran halten die Finanzmärkte in Atem. Julius Bär sieht kurzfristig vor allem Chancen für Trader, erkennt nach den jüngsten Rückgängen aber auch attraktivere Einstiegspunkte für ausgewählte Aktienmärkte. Entscheidend bleibt, wie weit die Eskalation noch trägt.

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran bleiben hoch und eröffnen eher Chancen für Trader als für langfristige Anleger. Trotzdem kann es sich lohnen, in Phasen der Marktschwäche gezielt umzuschichten, sagen Christian Gattiker, Head of Research, und Mathieu Racheter, Head of Equity Strategy Research, bei Julius Bär:

Die jüngste Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands brachte zunächst eine rasche Erholung bei Risikoanlagen. Der Optimismus schwand jedoch schnell, als die Gespräche am Wochenende ergebnislos blieben und die angekündigte US-Seeblockade die Spannungen wieder verschärften. Ölpreise stiegen sprunghaft auf über 100 US-Dollar pro Barrel, Aktienmärkte notierten schwächer.


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Die Lage bleibt höchst unübersichtlich und begünstigt vorerst weiterhin eher Trader als langfristige Anleger. Vor diesem Hintergrund bleibt unsere Einschätzung unverändert: Die aktuelle Phase erfordert nach wie vor eher Vorsicht als Mut. Geduld ist der Schlüssel. Unser wichtigstes Szenario geht weiterhin von einem kurzlebigen, aber intensiven Anstieg der Energiepreise aus, auch wenn sich noch zeigen muss, ob sich die Weltwirtschaft und insbesondere die Energiemärkte strukturell stärker verändert haben als ursprünglich erwartet. 

Was sich im Vergleich zur Zeit vor drei Monaten verbessert hat, ist der Einstiegspunkt. Mehrere unserer bevorzugten Aktienmärkte außerhalb der USA haben deutlich korrigiert, was unsere positive Haltung gegenüber Japan, Deutschland, der Schweiz und den Schwellenländern bestärkt. Diese bieten attraktivere Bewertungen und ein besseres Gleichgewicht zwischen zyklischer Erholung und strukturellen Wachstumstreibern. 

In der Zwischenzeit können Anleger die aktuelle Volatilität nutzen, um ihre „Einkaufsliste“ für Risikoanlagen zu verfeinern. Wir heben weiterhin Chancen in Japan und den Schwellenländern hervor, neben Engagements in bevorzugten Sektoren wie Finanzwerten und Gesundheitswesen. 

Mit Blick auf die Zukunft hängt vieles davon ab, ob sich der derzeitige geopolitische Nebel zu lichten beginnt. Wenn die Eskalation begrenzt bleibt und eine globale Rezession und/oder eine ausgewachsene Ölkrise vermieden werden kann, empfehlen wir, Phasen der Marktschwäche zu nutzen, um selektiv in Nicht-US-Aktien und hochwertige Titel umzuschichten.

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