Wohnimmobilien: Makler sehen Preissturz

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Das Immobilienportal Hausgold, Hamburg, hat sein deutschlandweites Netzwerk aus über 4.000 Maklern zum Thema Immobilienkauf und -verkauf sowie zukünftige Entwicklungen befragt. Die dramatischen Ergebnisse im Detail.

Die Preisentwicklungen von Immobilien sehen düster aus. Das zumindest ergab die Auswertung einer im Oktober 2022 durchgeführten Umfrage des Immobilienportals Hausgold. Von den über 4.000 befragten Partner-Maklern gaben 72 Prozent an, dass die Käufer einen geringeren Wettbewerb um Immobilien spüren und dementsprechend Zweifel an der zukünftigen Preisentwicklung in Deutschland haben (1a). Über 83 Prozent der befragten Makler gaben letzteres bei der Befragung an (1b).

„Waren es erst nur die Luxusimmobilien, sehen wir mittlerweile, dass auch am unteren Ende des Preis- Spektrums die Nachfrage deutlich nachlässt. Gründe sind zum einen die genannte Skepsis hinsichtlich der Immobilienpreisentwicklung, was die Nachfrage nach Immobilien reduziert und die Preissensibilität seitens der Käufer beeinflusst. Zum anderen haben auch die erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten einen entscheidenden Einfluss auf die Käufernachfrage”, so Sebastian Wagner, CEO und Gründer von Hausgold.

Sebastian Wagner, CEO Hausgold: „Waren es erst nur die Luxusimmobilien, sehen wir mittlerweile, dass auch am unteren Ende des Preis- Spektrums die Nachfrage deutlich nachlässt.“ (Foto: Hausgold)

Diese Aussagen werden durch die Auswertung der Umfrage bestätigt: 74 Prozent der Makler gaben an, dass Kaufinteressenten nach Abgabe eines Kaufangebots immer öfter an den Finanzierungszusagen von Banken scheitern (1c). Als Schlussfolgerung daraus ergibt sich ein zukünftiger Preisfall: 73 Prozent der befragten Makler denken, dass die Immobilienpreise in den nächsten sechs Monaten sinken werden (2).

„Es scheint derzeit seitens der Makler mehr Pessimismus im Markt zu geben als man bei der tatsächlichen Entwicklung der Median-Preise feststellen kann. Jedoch haben wir auch in früheren vergleichbaren Phasen von drastischen Zinserhöhungen gesehen, dass es historisch oft einen langen Zeitversatz ge- geben hat zwischen Zinssteigerungen und fallenden Immobilienpreisen – und dass die negativen Aus- wirkungen von Zinssteigerungen ausgeprägter sind in einem Niedrigzinsumfeld wie jenem der letzten Jahre. Was das letztlich für den deutschen Markt bedeutet bleibt abzuwarten und wird u.a. stark von der künftigen Geldpolitik in Europa abhängen“, so Sebastian Wagner abschließend.

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