Wohnimmobilien treiben Erholung am Immobilienmarkt

Wohnimmobilien
Foto: stock.adobe.com/U. J. Alexander
Bei Wohnimmobilien stützte vor allem selbst genutztes Wohneigentum den Preisanstieg.

Die Immobilienpreise in Deutschland sind im ersten Quartal weiter gestiegen. Vor allem Wohnimmobilien verteuerten sich, während Gewerbeimmobilien moderater zulegten. Noch offen ist, wie stark geopolitische Risiken den Markt belasten.

Die Immobilienpreise in Deutschland sind im ersten Quartal 2026 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das zeigt der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdK). Wohnimmobilien verteuerten sich mit 2,3 Prozent etwas stärker als Büroimmobilien mit 1,9 Prozent und Einzelhandelsimmobilien mit 1,5 Prozent.

vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt sieht darin eine Fortsetzung der Entwicklung aus dem Vorjahr. Offen bleibe jedoch, wie sich der Iran-Krieg auf den Immobilienmarkt auswirke. In den Zahlen des ersten Quartals sei dieser Effekt bislang kaum sichtbar.


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Erstmals flossen in die Ermittlung des vdp-Index teilweise neue Preisindizes ein, die die Deutsche Bundesbank gemeinsam mit vdp-Research entwickelt hat. Grundlage sind Transaktionsdaten aus der vdp-Research-Datenbank, in die quartalsweise Verkaufsfälle von mehr als 700 Banken eingehen, sowie Daten der Sparkassen-Finanzgruppe.

Neue Methodik für Gewerbeimmobilienpreise

Die neuen Gewerbeimmobilienpreisindizes erfassen die Preisentwicklung von Mehrfamilienhäusern, Büro- und Einzelhandelsimmobilien in verschiedenen Regionen und führen diese zu einem Deutschland-Index zusammen. Für das erste Quartal 2026 weist dieser Index ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Für Mehrfamilienhäuser wird zusätzlich ein separater Index für die Top-7-Städte berechnet. Die Zeitreihe reicht rückwirkend bis zum ersten Quartal 2013.

Bei Wohnimmobilien stützte vor allem selbst genutztes Wohneigentum den Preisanstieg. Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen verteuerten sich zusammen um 2,5 Prozent. Mehrfamilienhäuser legten um 2,2 Prozent zu und damit schwächer als in den Vorquartalen.

Die Neuvertragsmieten im Mietwohnungsbau stiegen binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent. Da die Preise für Mehrfamilienhäuser langsamer zulegten, erhöhten sich die Renditen gemessen am vdp-Index für Liegenschaftszinsen um 0,8 Prozent.

Top-7-Städte bleiben teurer

In den sieben größten deutschen Städten stiegen die Wohnimmobilienpreise im Schnitt um 3,6 Prozent. Am stärksten fiel das Plus in Hamburg mit 4,9 Prozent aus. Es folgten Düsseldorf mit 4,1 Prozent, Frankfurt am Main und Köln mit jeweils 4,0 Prozent sowie München mit 3,5 Prozent. Berlin kam auf 2,9 Prozent, Stuttgart auf 1,7 Prozent.

Die Neuvertragsmieten in den Top-7-Städten legten mit 2,4 Prozent schwächer zu als im Bundesdurchschnitt. Die Spanne reichte von 3,9 Prozent in Hamburg bis 1,3 Prozent in Berlin. Die Renditen in den Ballungsräumen gingen laut vdp-Liegenschaftszinsenindex um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück.

Auch bei Gewerbeimmobilien zeigt der Index wieder steigende Preise. Büroimmobilien verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,9 Prozent, Einzelhandelsimmobilien um 1,5 Prozent. Die Neuvertragsmieten stiegen bei Büroobjekten um 2,8 Prozent, bei Handelsimmobilien um 1,5 Prozent. Die Renditen von Büroimmobilien erhöhten sich um 0,8 Prozent, während sie bei Einzelhandelsimmobilien unverändert blieben.

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