Das Volumen der neu vergebenen Wohnungsbaukredite ist im ersten Quartal 2026 auf 61,2 Milliarden Euro gestiegen. Damit erreichte das Neugeschäft den höchsten Stand seit der Zinswende Mitte 2022.
Der zuvor erkennbare Abwärtstrend hat sich damit vorerst nicht fortgesetzt. Der Anstieg geht jedoch nahezu vollständig auf den März zurück. In diesem Monat wurden Kredite über 24,1 Milliarden Euro neu vergeben.
Der März zählt saisonal ohnehin zu den stärkeren Monaten des Jahres. Zusätzlich hat der deutliche Zinsanstieg seit Ende Februar offenbar viele Käufer und Finanzierer dazu bewegt, geplante Abschlüsse vorzuziehen.
Zinssprung löst Vorzieheffekte aus
Ein ähnliches Muster zeigte sich bereits im März 2025. Solche Vorzieheffekte stützen das Neugeschäft kurzfristig, schaffen aber keine dauerhafte zusätzliche Nachfrage. Vielmehr können sie das Wachstum in den Folgemonaten belasten.
An den grundlegenden Belastungsfaktoren ändert der starke März wenig. Immobilienpreise zeigen sich stabil bis steigend, die Finanzierungskosten liegen wieder höher, und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit bleibt ein Hemmnis.
Hinzu kommt, dass Nachholeffekte aus dem vorherigen Zinsschock auslaufen könnten. Auch das geringe Volumen auslaufender Kredite dürfte das Geschäft mit Anschlussfinanzierungen begrenzen.
Ausblick für 2026 bleibt verhalten
Damit bleibt der Ausblick für das Gesamtjahr trotz des Rekordquartals gedämpft. Der März hat das Neugeschäft zwar deutlich angeschoben, spricht aber eher für eine Verschiebung von Abschlüssen als für eine nachhaltige Belebung.











