Bitcoin ist besonders anfällig für Quantenrisiken

Bitcoin und Quantenrisiken
Foto: ChatGPT
Eine Studie zeigt, welche großen Blockchains bei Quantenrisiken besonders anfällig oder besser vorbereitet sind.

Quantencomputer könnten die Sicherheitsarchitektur großer Blockchains unter Druck setzen. Eine neue Auswertung von TechGaged zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Netzwerken – mit Bitcoin am oberen und Cardano am unteren Ende des Risikorankings.

Bitcoin gilt unter den zehn größten Layer-1-Blockchains als das Netzwerk mit der höchsten Anfälligkeit für Quantenrisiken. Das zeigt eine Untersuchung von TechGaged auf Basis des qLABS Quantum Vulnerability Index vom April 2026. Der Index bewertet Blockchains auf einer Skala von null bis zehn. Je höher der Wert, desto größer die angenommene Verwundbarkeit.

Bitcoin erreicht in der Auswertung einen Wert von 8,33 und liegt damit vor Hyperliquid mit 7,90, der BNB Chain mit 7,87, Dogecoin mit 7,77 und Monero mit 7,37. Dahinter folgen Tron mit 6,83, Ethereum mit 6,80, das XRP Ledger mit 6,30, Solana mit 6,00 und Cardano mit 5,60.


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Der Index berücksichtigt nach Angaben von TechGaged den gefährdeten Marktwert, die historische Datenexposition und den Vorbereitungsgrad auf mögliche Quantenangriffe. Bei Bitcoin verweist die Untersuchung auf rund 1,5 Billionen Dollar gefährdeten Wert, 17 Jahre öffentlich einsehbarer On-Chain-Daten und das Fehlen eines klaren Wegs zur Quantensicherheit.

Bitcoin und Hyperliquid besonders exponiert

Vier der zehn untersuchten Blockchains verfügen laut Studie über keine Quantum-Roadmap. Zwei weitere erkennen das Risiko zwar an, haben aber keinen konkreten Plan für eine Migration. Damit bleibt ein großer Teil des Marktes nach Einschätzung der Autoren unzureichend vorbereitet.

Hyperliquid fällt in der Untersuchung besonders durch mangelnde Vorbereitung auf. Das Netzwerk erhält beim Kriterium Migrations-Unvorbereitetheit den Höchstwert zehn. Laut TechGaged gibt es dort weder eine Roadmap noch erkennbare Aussagen der Führungsebene oder öffentliche Diskussionen zu Quantenrisiken.

Auch BNB Chain, Dogecoin und Monero verfügen nach der Auswertung über keine klaren Roadmaps. Tron erkennt das Risiko demnach an, lässt aber konkrete Schritte vermissen. Damit zeigt sich laut Studie eine wachsende Lücke zwischen technischer Exposition und praktischer Vorbereitung.

Cardano schneidet am besten ab

Cardano gilt in der Untersuchung als am besten auf Quantenrisiken vorbereitet. TechGaged verweist dabei auf eine langfristige Forschungsbasis und eine klare strategische Ausrichtung. Ethereum folgt mit öffentlicher Roadmap, aktiver Forschung und definiertem Migrationszeitplan.

Auch das XRP Ledger zählt laut Studie zu den besser vorbereiteten Netzwerken. Dort sieht der Plan eine vollständige Quantenbereitschaft bis 2028 vor. Solana hat zuletzt ebenfalls eine öffentliche Roadmap vorgestellt, die Forschung, neue Wallets und Migration umfasst.

„Die Lücke zwischen Quantenanfälligkeit und tatsächlicher Vorbereitung vergrößert sich schnell. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass selbst die größten Blockchains ohne klare Migrationsstrategien systemischen Schwachstellen ausgesetzt sein könnten, sobald Quantenkapazitäten ein praktikables Niveau erreichen“, sagt Jastra Kranjec, Research-PR-Analyst bei TechGaged.

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