Finanzdienstleister sparen bei IT

Das internationale Markforschungs- und Beratungsunternehmen, Forrester Research, rechnet damit, dass Finanzdienstleister ihre Investitionen in Informationstechnik (IT) in diesem Jahr nicht aufstocken. Im Gegenteil: Im Vergleich zum vergangenen Jahr werden demnach sogar um rund 2,1 Prozent weniger investiert werden. Rund 60 Prozent der von Forrester befragten 40 Top-IT-Investi-tionsentscheider planen, in diesem Jahr in Virtual Personal Networks (VPN) zu investieren. Technologien wie Server Virtualisierung und das Management gespeicherter Daten stehen ebenfalls weit oben auf ihrer Aufgabenliste.

Um dem gerecht zu werden, müssen sich, so Associate Analyst Manuel Mendez, die IT-Abteilungen darauf konzentrieren, einen größeren Teil ihres Budgets für unternehmenswichtige Aufgaben wie Kundenakquisition und -betreuung sowie Schlüsselfunktionen wie Konfigurationsmanagement bereit zu halten. Die meisten Befragten sehen sich vor der Situation, mit erheblich weniger Mitteln als in den Vorjahren wirtschaften und gleichzeitig noch größere Erfolge erzielen zu müssen. Netzwerk- und Rechenzentrums-Automatisierung werden an der Spitze ihrer Prioritätenliste stehen.

Gegenwärtig zeigen viele Finanzdienstleister großes Interesse an Technologien wie Automated Server Patch Management, Server Virtualisierung oder Automated Server Management. Für Mendez ist das jedoch lediglich der Beginn eines langwierigen Prozesses. Um die damit verbundenen Investitionen planen zu können, müssen die Unternehmen die Konfigurations-Managementwerkzeuge unterschiedlicher Anbieter auf ihre eigenen Bedürfnisse zuschneidern und auch in Web-Services investieren.

Denn, so erläutert Mendez, lediglich einige der großen Anbieter von Data Automation wie Computer Associates oder BMC Software, sind in der Lage, ein umfassendes Angebot entsprechender Software-Werkzeuge zu liefern. Mendez glaubt daher, dass die Finanzdienstleister, die die Interaktion ihrer Anwendungen und Infrastruktur vereinfachen und automatisieren wollen, sich an Anbieter wie IBM (Tivoli) oder Tideway Systems wenden werden – für die Netzwerk-Geräte-Konfiguration dürften sie auf Spezialisten wie AlterPoint oder Intelliden zurückgreifen.

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