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1. März 2010, 12:19
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Aigner-Ministerium will Produktinfoblätter prüfen

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat wie angekündigt, ein Muster für ein standardisiertes Produktinformationsblatt für die Geldanlage vorgestellt. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zieht nach und präsentiert einen eigenen „Beipackzettel“. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) kündigte indes eingehende Analysen der Infoblätter an.

Der BdB teilte mit, dass das Informationsblatt nicht nur auf den Überlegungen des BMELV beruhe, sondern zudem Vorgaben der EU-Kommission berücksichtige. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes Dr. Hans-Joachim Massenberg erklärte, dass das Muster sukzessive für alle Finanzprodukte verwendet werden könne, die Banken ihren Kunden aktiv zum Kauf anbieten. Dies gelte vor allem für Fonds und Zertifikate. Ein Beispiel für den Vertrieb eines Discount-Zertifikats sei bereits in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Derivate Verband entwickelt worden.

Auch die Kreditgenossen bieten ihren Kunden „für alle Anlageprodukte standardisierte, vergleichbare Informationen zu den Produktinhalten an“, wie es in der Mitteilung des BVR heißt. Zurzeit beschäftige man sich damit, das vom Verbraucherschutzministerium vorgeschlagene Muster in eine standardisierte Form zu übertragen. Der BVR kündigte an, dass die standardisierten Produktinfos den Kunden noch im Frühjahr verfügbar sein sollen.

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Ilse Aigner, BMELV

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) begrüßt unterdessen das Informationsblatt des BdB und wertet dies als „erfreuliches Signal“. Damit komme man dem Ziel näher, flächendeckend über standardisierte Produktinformationen die Transparenz und Vergleichbarkeit der Anlageprodukte zu verbessern, heißt es aus dem Ministerium, das im vergangenen Jahr ein Muster des Produktinformationsblattes vorgestellt hatte.

Gleichzeitig kündigte das BMELV eingehende Analysen der Produktinformationsblätter an. „Die Prüfung läuft“, sagte Aigner. „Ich werde mir genau ansehen, was von den Banken nun im einzelnen vorgelegt wird und ob die Kriterien erfüllt sind.“ (ks)

Foto: BMELV-Bildschön

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1 Kommentar

  1. Der Bankenverband ist einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Allerdings bleibt noch viel zu tun, denn ein Discount-Zertifikat ist ein recht einfaches Produkt und schon dafür ist die Beschreibung noch nicht überzeugend gelungen. Außerdem reicht es nicht aus, Produktinformationen auf zwei Seiten zu zwängen. Sie müssen auch so verständlich formuliert sein, dass der normal gebildete Anleger sie verstehen kann. Das ist bisher nicht der Fall. Hier können Banken und ihre Verbände zeigen, ob sie das Vertrauen ihrer Kunden (wieder) verdienen. Sonst wächst mit der Papierflut auch die Unzufriedenheit.

    Kommentar von Trillhaas Gabi exameo — 1. März 2010 @ 14:14

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