Analyse: Vermittler für Regulierung gewappnet

Die Frage, ob es bei der Regulierung des Fonds-Vertriebs eine Alte-Hasen-Regel gibt oder nicht, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Einer aktuellen Analyse zufolge ist die Zahl der Vermittler, die auf eine solche Regel hoffen, offensichtlich geringer, als bisher angenommen.

Ruestung BusinessSo hat der Berliner Bildungsanbieters Going Public festgestellt, dass nur 39 Prozent von über 1.400 Beratern, die an einem anonymen Qualifikations-Check für die kommende Regulierung teilgenommen haben, betroffen wären, wenn es nicht zum Bestandsschutz für Vermittler mit langjähriger Berufserfahrung kommt.

„61 Prozent der Vermittler beziehungsweise 61 Prozent der Branche haben bereits jetzt eine ausreichende Qualifikation und wären somit von einer Pflicht zur Sachkundeprüfung befreit“, sagt Going-Public-Vorstand Vorstand Wolfgang Kuckertz. Wenn es also zu keiner Alte-Hasen-Regelung käme, würde die Branche sicher nicht vor einer unlösbaren Aufgabe stehen, so Kuckertz weiter.

Die am häufigsten genannten Vorqualifikationen sind laut Analyse Bankkaufmann (IHK), Fachberater für Finanzdienstleistungen mit Berufserfahrung, Fachwirt für Finanzberatung (IHK) sowie ein Bachelor/Hochschul-Abschluss mit Fachrichtung Finanzdienstleistung.

Hintergrund: Seit Monaten kämpft die Branche für den Bestandsschutz für Vermittler mit langjähriger Berufserfahrung. Die Politik zeigt sich bisher hartnäckig und besteht weiter darauf, dass alle Vermittler eine Sachkundeprüfung ablegen müssen. (ks)

Foto: Shutterstock

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