Cortal Consors mit neuem Vergütungsmodell

Die Nürnberger Direktbank Cortal Consors hat für ihre Berater ein neues Vergütungsmodell eingeführt. Demnach soll der variable Anteil des Einkommens nicht mehr an Provisionszahlungen gekoppelt sein, sondern der Fokus auf Beratungsqualität und Anlagevolumen liegen.

Geldscheine Münzen VergütungZum einen reagiere man auf einen „öfter geäußerten Kundenwunsch“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Zum anderen wolle man den „potenziellen Interessenskonflikt“, der durch Provisionszahlungen entstehe, abstellen.

In der Branche ist es üblich, dass Berater einen Teil der Vertriebsprovision erhalten, die vom Produktanbieter, beispielsweise von einer Fondsgesellschaft, an die Bank fließen. Je höher die Provision eines Produkts, umso höher auch der Teil, der an den Berater geht.

Dies bedeute jedoch nicht, dass Berater in der Vergangenheit aufgefordert wurden, hochmargige Produkte zu verkaufen, betont die Bank. „Die Berater hatten und haben stets den Anspruch, Anlegern die auf ihre Bedürfnisse besten Produkte zu empfehlen“, sagt Kai Friedrich, Deputy CEO bei Cortal Consors.

Ohnehin sei der variable Anteil der Vergütung, der durchschnittlich 15 Prozent beträgt, nur zu rund einem Drittel von Provisionen bestimmt. Der überwiegende Anteil sei auch in der Vergangenheit schon auf qualitative Kriterien entfallen, so Friedrich weiter.

Qualität und Anlagevolumen bestimmen Vergütung

Ab sofort besteht der variable Anteil der Vergütung aus den zwei Komponenten Qualität und Anlagevolumen.

Bei der Qualitätskontrolle werde unter anderem geprüft, ob die Beratung anhand der von der Finanzmarktrichtlinie Mifid und des Wertpapierhandelsgesetzes vorgeschriebenen Qualitätsmerkmale richtig ausgeführt und der Kunde beispielsweise nicht gedrängt wurde, ein margenhöheres Produkt zu kaufen.

Außerdem soll die korrekte Dokumentation im Beratungsprotokoll überprüft werden. Ein besonderes Augenmerk werde hierbei darauf gelegt, dass die empfohlenen Produkte zu den Anlagezielen des Kunden passen.

Entscheidend für den volumenabhängigen Teil der Vergütung ist, so das Unternehmen, die Höhe der Anlagen, die ein Kunde bei Cortal Consors hält. Bei Versicherungen, die in der Altersvorsorgeberatung vermittelt werden können, sei ebenfalls nur noch das Volumen eines abgeschlossenen Vertrags entscheidend und nicht eine etwaige Abschlussprovision.

Das neue Modell wird neben der Honorarberatung angeboten, die Cortal Consors seit 2009 offeriert. (ks)

Foto: Shutterstock

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