Anzeige
Anzeige
13. Juli 2011, 19:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Honorarberatung: Aigner stellt mögliche Regulierung vor

Die gesetzliche Regelung der Honorarberatung nimmt nach ewigem Hin und Her Formen an. Das Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) mit Ilse Aigner (CSU) an der Spitze hat ein Papier veröffentlicht, in dem in zehn Punkten dargelegt wird, wie man sich das Berufsbild künftig vorstellt.

Ilse-Aigner-Teaser in Honorarberatung: Aigner stellt mögliche Regulierung vor

Schon lange ist die Regulierung der Honorarberatung in der Politik ein Thema. Bereits im Juni 2009 veröffentlichte das BMELV ein „Thesenpapier zur Qualität der Finanzvermittler“. Darin hieß es unter These 8: „Zur besseren Unterscheidbarkeit und Verlässlichkeit soll ein Berufsbild des Honorarberaters/unabhängigen Finanzberaters geschaffen und rechtlich verankert werden“.

Weiter hieß es, dass es für den Verbraucher im Beratungsgespräch erkennbar sein soll, mit wem er es zu tun hat: entweder mit einem Vermittler, der vom Verkauf von Finanzprodukten profitiert oder mit einem unabhängigen Berater, der von der Beratungsleistung, also dem Honorar, seinen Lebensunterhalt bestreitet und der Finanzprodukte entweder überhaupt nicht verkauft oder daran nichts verdient.

Hoffnung auf baldige Regelungen keimte bei den Befürwortern der Honorarberatung auf, doch es ging zunächst nicht vorwärts. Einen erneuten Anlauf, dem Berufsstand eine gesetzliche Grundlage zu geben, nahm die Politik beim Gesetzentwurf zur „Novellierung des Finanzanlagevermittler- und Vermögensanlagerechts“. Doch von einer Verankerung darin wurde schon wenige Monate später wieder abgesehen und ein gesondertes Gesetz angekündigt.

Zum jetzt veröffentlichten Eckpunktepapier, das keinen Gesetzentwurf darstellt, heißt es: “Die Honorarberatung soll den Verbrauchern als Alternative zum Provisionsmodell zur Verfügung stehen”. Außerdem sollte sie für alle Produktgruppen von Finanzdienstleistungen gesetzlich verankert werden. Die Vorschläge im Einzelnen:

1. Anwendungsbereich

Für Versicherungen existiert bereits der Versicherungsberater. Neu soll für Geldanlagen der Anlageberater kommen, der nur noch für Honorarberatung verwandt werden soll. Außerdem soll für Darlehen neben den bereits geregelten Darlehensvermittler der Darlehensberater gestellt werden. Anlageberater und Darlehensberater sollen auch zu Bausparverträgen beraten können. Wer eine umfassende Beratung zu allen drei Produktgruppen anbietet, soll als „Finanzberater“ bezeichnet werden.

Seite 2: Welche Qualifikation der Finanzberater mitbringen muss

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...