AWD: Rückstellungen lassen Ebit schrumpfen

Wegen Rechtsstreitigkeiten hat der Hannoveraner Finanzdienstleister AWD im vergangenen Jahr 47 Millionen Euro zurückgestellt. Das geht aus der heute veröffentlichten Bilanz des Schweizer Mutterkonzerns Swiss Life für 2011 hervor.

AWDAWD, der 2008 vollständig von Swiss Life übernommen worden war, erwirtschaftete 2011 einen bereinigten operativen Gewinn von 54 Millionen Euro (2010: 49 Millionen Euro) und eine Steigerung der Ebit-Marge auf 9,7 Prozent (2010: neun Prozent). Die erfolgreiche strategische Neuausrichtung habe diesen Gewinn ermöglicht, so der Schweizer Konzern.

Das operative Ergebnis von AWD wird aber durch Rückstellungen für Rechtsfälle in Höhe von 47 Millionen Euro belastet. Insgesamt führen diese Rückstellungen zu einem Ebit von sieben Millionen Euro.

Frühere Kunden des AWD haben gegen den Finanzdienstleister geklagt, weil sie ihrer Ansicht nach falsch beraten wurden. In zwei Fällen haben das Landgericht Braunschweig und das Oberlandesgericht Naumburg Anfang Februar der Klage von Medienfonds-Anlegern gegen den AWD stattgegeben. Der Konzern plant gegen beide Entscheidungen Rechtsmittel einzulegen. (jb)

Foto: AWD

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