Anzeige
9. Januar 2013, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermögensverwalter-Studie: Beratung oft mäßig

Innerhalb der Branche der Vermögensverwalter gibt es große Unterschiede bei den Leistungen der Anbieter, so eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ).

Vermögensverwalter-Studie: Beratung oft mäßigDementsprechend sei die Gesamtbewertung lediglich befriedigend. Nur etwas mehr als die Hälfte der Institute überzeugte demnach mit einer guten oder sehr guten Beratung.

Im Rahmen der Studie wurden 26 führende Vermögensverwalter in Deutschland unter die Lupe genommen. Der Studie zufolge gingen bereits im telefonischen Erstkontakt zwei Drittel der Gesprächspartner nicht individuell auf die Interessenten ein. Und auch bei der Beratung vor Ort gehöre die mangelnde Individualität zu den größten Schwächen der Vermögensverwalter, so die Studie.

Mangelhafte Bedarfsanalyse

“Die Mehrheit der Berater nahm sich nicht genügend Zeit für ihre Kunden und erklärte den Nutzen der empfohlenen Produkte nicht ausreichend”, kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts DISQ, die Vermögensverwalter. Die Bedarfsanalyse fiel demnach ebenfalls häufig nicht sehr gründlich aus. So sei etwa die Vermögenssituation des Kunden in mehr als einem Drittel der Fälle nicht angemessen berücksichtigt worden.

Ungenügende Kostentransparenz

Große Qualitätsunterschiede zeige sich bei den Anlagevorschlägen der Vermögensverwalter, so die Studie. Hier seien die Interessen der Kunden oft nicht berücksichtigt worden. Ein Großteil der Institute stelle demnach zwar ansprechende Unterlagen zur Verfügung, darunter seien aber auch Standardpräsentationen ohne erkennbaren Bezug zum Einzelfall.

Auch Anliegen wie eine beabsichtigte Firmengründung und ein Immobilienerwerb griffen der Studie zufolge nur 40 Prozent der Vermögensverwalter in ihren Anlagevorschläge auf. Zudem vernachlässigte demnach jedes fünfte Institut eine transparente Darstellung der anfallenden Kosten.

Berenberg Bank ist bester Vermögensverwalter

“Bester Vermögensverwalter 2012” ist die Berenberg Bank. Die Privatbank leistete eine sehr gute Beratung und erstellte den besten Anlagevorschlag mit einem hochwertigen Portfolio, so DISQ. Auf Rang zwei folgt HSBC Trinkaus mit einer bedarfsorientierten Beratung sowie detaillierten Unterlagen.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Vermögensverwalter-Studie: Beratung oft mäßig
Quelle: DISQ

Credit Suisse Deutschland belegt den dritten Platz. Die Vermögensverwalter des Instituts haben der Studie zufolge  durch vorbildliche persönliche Beratung sowie einen ansprechend gestalteten Anlagevorschlag überzeugt.

Die beste Beratungsleistung sowohl am Telefon wie auch im Gespräch vor Ort bot die Bank Julius Bär. Hauck & Aufhäuser steht in der Gesamtbetrachtung über fünf seit 2007 durchgeführte Studien an der Spitze und erhielt so die Auszeichnung “Exzellenz der Vermögensverwalter”.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Vermögensverwalter-Studie: Beratung oft mäßig
Quelle: DISQ

Gegenstand der Untersuchung auf Basis von verdeckten Beratungstests war die Beratungsqualität im telefonischen und persönlichen Gespräch. Darüber hinaus erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Quantitative Finanzanalyse (IQFin) eine detaillierte Analyse der Anlagevorschläge der Vermögensverwalter. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...