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5. September 2013, 11:59
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Votum-Verband: Klimawandel im Finanzvertrieb?

Der Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e. V. (Votum) hat die Ansichten der Parteien unter die Lupe genommen. Nun fürchtet der Verband eine weitere Verschärfung der Regeln für den Finanz- und Versicherungsvertrieb nach der Bundestagswahl.

Bundestagswahl: Votum-Verband fürchtet Klimawandel im Finanzvertrieb“Das Klima für den Finanz- und Versicherungsvertrieb wird ganz sicher noch rauer”, erwartet der Vorstandsvorsitzende des Votum-Verbandes Lüder Mehren. “Zunehmende Regulierungsstürme machen das Leben für die Vermittler nicht leichter.” Staatliche Aktivitäten zur Finanzmarktregulierung haben direkte oder indirekte Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Perspektiven der Vermittler, so Mehren weiter.

Votum rechnet mit weiteren Regulierungen

Um herauszufinden welche Pläne die Parteien für die zukünftige Entwicklung von Finanz- und Vorsorgeprodukten und die Sicherstellung der notwendigen Beratung für die Verbraucher haben, hat der Votum-Verband die Programme der Parteien hinsichtlich ihrer Auswirkungen für Finanzvermittler ausgewertet.

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Bundestagswahl: Votum-Verband fürchtet Klimawandel im Finanzvertrieb

Der Trend ist laut Votum eindeutig: Praktisch alle Parteien beschäftigen sich mit möglichen Regulierungsmaßnahmen oder neuen organisatorischen Regeln. Zudem treiben demnach Vorhaben wie die Überarbeitungen der europäischen Richtlinien IMD 2 oder MiFID die Diskussionen an. “Eine Schönwetterperiode ist leider nirgendwo in Sicht – und bei manchen Parteien sieht es sogar extrem regnerisch für die Vermittler aus”, sagt Mehren.

Verbraucherschutz nicht zu Lasten der Vermittler

Der Verband fürchtet, dass Bürokratiekosten weiter steigen und unternehmerische Gestaltungschancen eingeschränkt werden. “Berechtigte Anliegen im Sinne des Verbraucherschutzes dürfen nicht zu Lasten der Vermittler und damit der Beratungsqualität gehen”, fordert Mehren.

Zentrale Forderungen des Verbandes sind: ein Bekenntnis zur privaten Vorsorge mit einem breiten Angebot und gegebenenfalls Fördermaßnahmen bei Produkten zur Altersvorsorge; der Erhalt des dualen Systems in der Krankenversicherung; frei zugängliche, bezahlbare und hoch qualifizierte Beratungsangebote für die Verbraucher sowie die Sicherung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für freie Vermittler.

Professionalisierung der Branche nimmt zu

Die Vermittlerbranche reagiere mit verstärkter Fortbildung und Qualifizierungsmaßnahmen auf die Herausforderungen, so der Verband. Zugleich führe die zunehmend komplexe Regulierungssituation zu einer weiteren Professionalisierung. “Wir erwarten einen Trend zu größeren Vermittlerorganisationen und Pools mit systematischen Beratungskonzepten”, so Mehren. (jb)

Foto: Shutterstock

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2 Kommentare

  1. Ich als gelernter Bankkaufmann, jetzt Vers.makler bin der Auffassung, daß es um große Einheiten geht.
    In der Medizin Medizin-Zentren, im Fianzsbereich vor allem angestellte Banker.
    Was Bürokratie angeht erlebe ich im Bankbereich nicht, daß sich jemand “überanstrengt.”
    (Vertriebsdruck ist zugegeben ne andere Geschichte.)
    Ich glaub nicht, daß ne Oma von einer Bank oder gg. Honorar Ihre PH oder Gebäudeversicherung betreut bekommt..

    Kommentar von sc — 7. September 2013 @ 19:53

  2. Der Regulierungswahn in Deutschland kennt keine Grenzen.
    Das ganze natürlich ausschließlich zu Lasten des Maklers. Und als “Schmankerl” will man uns noch die Courtagen deckeln und die Stornohaftungszeit erneut verlängern. Was für ein unfähiger Dilettantenstadl.

    Kommentar von Stefan — 6. September 2013 @ 14:05

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