9. September 2014, 12:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Bankkunden wollen Gratiskonten und persönliche Betreuung

Deutsche Verbraucher wünschen sich von Banken vor allem die kostenfreie Kontoführung, so eine Studie der Kölner Agentur Servicerating. Gleichzeitig sei ihnen aber auch der persönliche Kontakt zu einem Berater wichtig.

Bankkunden wünschen sich persönliche Beratung

In Punkto Serviceleistungen von Banken stehen Gratiskonto und Co. bei den Bundesbürgern an erster Stelle.

65 Prozent der Deutschen sind laut der Umfrage gebührenfreie Services, wie beispielsweise eine kostenlose Kontoführung, gratis Kontoauszüge oder Geldabheben ohne Gebühren bei Banken in Sachen Service am wichtigsten. An zweiter Stelle stehe für 44 Prozent Prozent der Befragten eine gut erreichbare Filiale, gefolgt von einem persönlichen Kontakt beziehungsweise Ansprechpartner (43 Prozent).

Für rund ein Drittel (34 Prozent) der Befragten gehört demnach ein verständliches Erklären von Finanzprodukten zu den wichtigsten Serviceangeboten von Banken. Für eher weniger bedeutend halten die Befragten Informationen über bereits abgeschlossene Finanzprodukte (sieben Prozent).

Kunden wollen persönlichen Kontakt

Neben dem Gratiskonto ist der Studie zufolge der Mehrheit (70 Prozent) bei Bankangelegenheiten auch in Zeiten der Internetbanken immer noch der persönliche Kontakt zu einem Berater wichtig. Für 28 Prozent der Befragen sei dies eher weniger wichtig oder unwichtig. Dabei ist jüngeren Bundesbürgern demnach der persönliche Kontakt zum Berater tendenziell wichtiger als den Älteren.

Obwohl die kostenlosen Services rund um das Bankkonto zu den wichtigsten Punkten im Bereich Dienstleistung von Banken gehören, gebe fast jeder dritte Deutsche (29 Prozent) an, dass diese Serviceleistungen von seiner Bank nicht angeboten werden, so die Studie. Drei von zehn Befragten bemängeln demnach außerdem das Fehlen langer Öffnungszeiten und 17 Prozent eine gute Erreichbarkeit der Bankfilialen.

Banken sollten ihr Angebot anpassen

“Der Kontakt zum Berater stellt für die Banken auch ein wichtiges Potenzial für weitere Geschäfte dar und sollte deswegen nicht abgebaut werden”, kommentiert Servicerating-GeschäftsführerKai Riedel. “Über eine Segmentierung der Kunden, eine zielgruppengerechte Ansprache und differenzierte Serviceangebote sollten Banken ihr Angebot an den Wünschen der Kunden ausrichten und können dennoch ertragreiche Kundenbeziehungen gestalten”, so Riedel weiter.

Gehe es konkret um die Kontaktwege, so sei der Kontaktpunkt Nummer eins bei Fragen zu Bankangelegenheiten oder Problemen in erster Linie der persönliche Kontakt zum Bankberater (51 Prozent). 17 Prozent greifen demnach in diesen Fällen zum Telefon und elf Prozent entscheiden sich für den digitalen Kontaktweg per E-Mail.

Für die Umfrage hat die Kölner Agentur insgesamt 1.067 Personen vom 3. bis 5. September 2014 repräsentativ befragt. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...