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29. Januar 2014, 11:42
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BVK kritisiert Rentenpläne der Bundesregierung

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sieht die Pläne der Großen Koalition zur Leistungsverbesserung der gesetzlichen Rente kritisch. Die Regierung solle die private Altervorsorge fördern, statt den Rentenbeitragssatz künstlich hochzuhalten, fordert der Verband.

Rente: BVK kritisiert Pläne der Großen Koalition

Der BVK hält die Rentenpläne der Großen Koalition für ein falsches Signal.

Die individuelle Lebensleistung solle Maßstab für einen finanziell abgesicherten Lebensabend sein, so der Verband. In den Plänen der Regierung werde die deutsche Rentenversicherung einerseits durch versicherungsfremde Leistungen wie die Aufstockung der Mütterrenten zusätzlich belastet.

“Andererseits wird die gesetzlich vorgeschriebene Absenkung des Rentenbeitrags ausgesetzt, was die Lohnnebenkosten auf einem hohen Niveau hält und den Faktor Arbeit verteuert”, erläutert BVK-Präsident Michael H. Heinz die Kritikpunkte des BVK. Das sei beschäftigungspolitisch kontraproduktiv.

Private Altersvorsorge fördern

“Anstatt auf Kosten der Steuerzahler Frühverrentungsorgien mit 63 zu feiern und den Rentenbeitragssatz künstlich hoch zu halten, empfehlen die Versicherungskaufleute den politischen Entscheidungsträgern, weiter auf dem Pfad zu bleiben, der die private Altersvorsorge fördert”, so Heinz weiter.

In diesem Sinne sehe der BVK die Gesetzesrichtung, die zu Beginn des Jahrtausends mit der Förderung der kapitalgedeckten Absicherung etwa über die Riester- und Rürup‑Renten und die betriebliche Altersvorsorge beschritten wurde, als richtig an.

“Wichtig wäre, auch in Hinblick auf die junge Generation, zu zeigen, dass in der privaten Altersvorsorge die Zukunft liegt und nicht in der Zunahme von staatlichen Transferleistungen, die aufgrund einer drohenden staatlichen Überschuldung nicht nachhaltig sein können”, so BVK-Präsident Heinz. (jb)

Foto: Shutterstock

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2 Kommentare

  1. Das ist wirklich nicht fair. Ich wünsche jedem einen gemütlichen und möglichst frühen Renteneintritt aber nicht auf Kosrten unserer Kinder.

    Kommentar von Jan Lanc — 1. Februar 2014 @ 16:55

  2. Das eigentlich Skandalöse ist, dass für Wahlgeschenke, dh versicherungsfremde Leistungen, die Regierung schamlos in die Taschen der Beitragszahler greift. Wie angesichts der Schuldenbremse und der Demographie diese Wahlgeschenke auf Dauer finanziert werden können, darüber macht sich kein für 1 Legislaturperiode gewählter Politiker je Gedanken. Leider die Wähler offenbar auch nicht – oder hoffen sie, der Nachbar zahlt? Wie kann dann den europäischen Krisenländern noch nachhaltige Staatsfinanzen gepredigt werden?

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 31. Januar 2014 @ 12:45

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