Anzeige
11. Juni 2014, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Infinus: Manager bleiben in Haft

Der zweite Strafsenat des Oberlandesgericht (OLG) Dresden hat am 3. Juni die Fortdauer der Untersuchungshaft für die fünf inhaftierten Infinus-Manager angeordnet. Der Beschluss fiel im Rahmen der nach sechsmonatiger Untersuchungshaft von Amts wegen durchzuführenden Haftprüfung.

Infinus-Manager: OLG Dresden ordnet Fortdauer der Untersuchungshaft  anDer Senat bestätigt damit das Vorliegen des dringenden Verdachts eines nach Art eines Schneeballsystems mittäterschaftlich begangenen Kapitalanlagenbetruges (§ 264a Abs. 1 Nr.1 StGB) in Tateinheit mit Betrug (§ 263 Abs.1, Abs.3 Nr.1, 2 StGB) zu Lasten einer Vielzahl geschädigter Anleger in einem strafrechtlich relevanten Schadensumfang von knapp 391 Mio. EUR.  Zudem hat der Senat angesichts der bei einer Verurteilung drohenden Freiheitsstrafe und des aufgrund zivilrechtlicher Regressforderungen drohenden wirtschaftlichen Ruins auch den Haftgrund der Fluchtgefahr angenommen.  Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen sei angesichts der äußerst umfangreichen Ermittlungen nicht verletzt.  Die Beschlüsse sind nicht anfechtbar. Die nächste reguläre Haftprüfung hat in 3 Monaten zu erfolgen.

Fünf der sechs Infinus-Manager, die im im Zuge der Razzia am 5. November 2013 inhaftiert wurden, bleiben weiterhin in Untersuchungshaft.

Wie das OLG mitteilt, bestätigt der Senat damit das Vorliegen des dringenden Verdachts eines “nach Art eines Schneeballsystems mittäterschaftlich begangenen Kapitalanlagenbetruges” in Tateinheit mit Betrug zu Lasten einer Vielzahl geschädigter Anleger in einem strafrechtlich relevanten Schadensumfang von knapp 391 Millionen Euro gegen die Infinus-Manager.

Zudem habe der Senat angesichts der bei einer Verurteilung der Infinus-Manager drohenden Freiheitsstrafe und des aufgrund zivilrechtlicher Regressforderungen drohenden wirtschaftlichen Ruins auch den Haftgrund der Fluchtgefahr angenommen. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen sei angesichts der äußerst umfangreichen Ermittlungen nicht verletzt, so das OLG. Die Beschlüsse sind demnach nicht anfechtbar. Die nächste reguläre Haftprüfung habe in drei Monaten zu erfolgen.

Fünf Infinus-Manager weiter in Haft

Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamts Sachsen hatten im Zuge einer Razzia am 5. November 2013 die Geschäftsräume von rund 30 Firmen sowie Privaträume in Deutschland und Österreich untersucht. Sechs Infinus-Manager wurden damals festgenommen. Jens Pardeike, der Vorstand des Haftungsdachs der Infinus-Gruppe, war im Februar aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zwickau entlassen worden.

Die erste große Versammlung von Infinus-Anlegern wurde am 13. Mai ohne Ergebnis abgebrochen. Nun hat das Dresdener Amtsgericht neue Termine am 17. Juni festgelegt. Die ersten Anleger sollen demnach am 17. Juni um 8:30 Uhr ins Amtsgericht Dresden kommen. Im Anschluss finden am gleichen Tag 42 weitere Versammlungen bis halb eins im Fünf-Minuten-Takt statt. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Die sollen auf keinen Fall raus kommen, solche Menschen machen das Vertrauen in unsere Kapitalmärkte zunichte.

    Kommentar von Jan Lanc — 13. Juni 2014 @ 10:34

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Bank of America stößt Vonovia ab

Aktien von Vonovia sind nicht mehr Teil des Portfolios der Bank of America, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Zuvor war die Bank einer der größten Aktionäre des Immobilienunternehmens.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...