Infinus: Immobilien werden verkauft

Der Insolvenzverwalter der zur Infinus-Gruppe gehörenden Prosavus veräußert nun die Immobilien des Unternehmens, berichtet der Fernsehsender MDR. Demnach wurde ein Bieterverfahren für 36 Objekte eröffnet, das Anfang August abgeschlossen sein und einen Erlös von etwa 38 Millionen Euro erzielen soll.

Durch den Verkauf der 36 Immobilien soll ein Erlös von etwa 38 Millionen Euro erzielt werden.

Die Prosavus hält den größten Teil der Immobilien der Infinus-Gruppe, zu denen Eigentumswohnungen, Mehrfamilien- sowie Büro- und Geschäftshäuser gehören. Mit dem Erlös aus dem Immobilienverkauf sollen Forderungen der Gläubiger bedient werden.

Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler geht laut MDR allerdings davon aus, dass von den Verkaufserlösen der Infinus-Immobilien lediglich sieben bis acht Millionen Euro bei den Gläubigern landen werden.

Langes Insolvenzverfahren erwartet

Die Forderungen gegenüber Prosavus belaufen sich allerdings auf 420 Millionen Euro, von denen 240 Millionen Euro von Anlegern stammen. Wie viel die Gläubiger am Ende des Verfahrens von ihrem Geld zurückerhalten, sei noch nicht vorhersehbar. Bei den zwei Prosavus-Töchtern Valueconsort und Ecoconsort erwartet Scheffler demnach eine Quote von zehn bis 15 Prozent. Das gesamte Insolvenzverfahren könnte sich über sechs bis acht Jahre erstrecken.

Vom Skandal um die Infinus-Gruppe sind rund 40.000 Anleger betroffen. Die Forderungen liegen bei rund einer Millarde Euro. 684 Millionen Euro davon entfallen auf die Infinus-Holding Future Business (Fubus), in deren Orderschuldverschreibungen knapp 30.000 Anleger investiert hatten. (jb)

Foto: Shutterstock

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