4. August 2016, 10:57
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“Die Digitalisierung geht zu langsam voran”

Beim 1. Tag der Pools in Hamburg haben führende Vertreter renommierter Maklerpools mit Cash. über die Digitalisierung der Versicherungs- und Finanzbranche diskutiert.

1. Tag der Pools: Die Digitalisierung geht zu langsam voran

Die Teilnehmer des Roundtables (von links): Halime Koppius, Vorstand Degenia Versicherungsdienst, Ortwin Spies, Degenia Versicherungsdienst, Oliver Lang, Vorstand BCA, Dr. Frank Ulbricht, Vorstand BCA, Simon Bühl, Leiter Versicherung & Vorsorge bei Qualitypool, Martin Steinmeyer, Vorstand Netfonds, Oliver Drewes, Geschäftsführer Maxpool und Dr. Christian Waigel, Waigel Rechtsanwälte.

Cash.: In jüngster Zeit ist immer häufiger der Vorwurf zu hören, die deutschen Banken und Versicherungen hätten – verglichen mit den angelsächsischen Ländern – den Digitalisierungszug verschlafen. Wie groß ist das Nachholpotenzial bei Versicherungen tatsächlich?

Halime Koppius, Degenia: So pauschal kann man Ihre Frage gar nicht beantworten. Ich möchte mich auch nicht an einem allgemeinen “Versicherer-Bashing” in Sachen Digitalisierung beteiligen. Unsere tägliche Erfahrung zeigt aber, dass es hier sehr große Unterschiede gibt.

Die digitalen Vorreiter der Branche können unsere Anforderungen an eine digitalisierte Daten- und Dokumentenlieferung bereits erfüllen (und umgekehrt), andere wiederum entdecken erst jetzt die immensen Vorteile für Ihre Häuser und laufen dem Trend hinterher.

Obwohl wir kein Mitglied der Brancheninitiative BiPRO sind, begrüßen wir ausdrücklich die bisherigen Fortschritte – bedauern aber zugleich, dass die Entwicklung – meiner Meinung nach – zu langsam vorangeht.

Simon Bühl, Qualitypool: Das Thema Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen wurde im Versicherungsbereich enorm vernachlässigt. Die Branche hatte sich auf den Umgang mit anderen ‘Baustellen’ wie Regulierungen und die Niedrigzinsphase konzentriert. Es ist noch viel zu tun, aber man sieht, dass die Branche langsam aufwacht.

Das ist an der einen oder anderen Stelle noch zögerlich – wahrscheinlich, da Versicherer noch keine Negativfolgen spüren. Digitalisierung bedeutet nicht nur smarte Apps, sondern vor allem die Automatisierung von Bearbeitungsprozessen. So können Bestandskunden effizient verwaltet und Kosten sowie Reaktionszeiten bei der Abwicklung reduziert werden.

 

Seite zwei: “80 Prozent der Versicherer liefern ihre Unterlagen digital

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