1. Dezember 2016, 10:00
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“Persönliche Beratung bleibt unersetzlich”

Jutta von Bargen, Leiterin Vermögensmanagement der Hamburger Volksbank, hat im Interview mit Cash. über die Folgen des Niedrigzinsumfeldes für Banken und Kunden, die fortschreitende Digitalisierung sowie das Private Banking der Zukunft gesprochen.

Persönliche Beratung bleibt unersetzlich

Jutta von Bargen: “Die Nähe zu den Kunden wird sowohl durch die Präsenz vor Ort als auch durch die Digitalisierung erreicht.”

Cash.: Welchen Einfluss hat das gegenwärtige Zinsniveau auf bestehende Gebührenmodelle?

von Bargen: Die derzeitige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank führt dazu, dass die Verwahrung von Kundeneinlagen für uns Banken defizitäre Folgen hat. Konkret: Für liquide Mittel, also Kundeneinlagen auf Girokonten und Tagesgeldkonten, wird im aktuellen Zinsumfeld aus dem Zinsertrag ein Zinsaufwand. Das führt zu einer Überprüfung der Preise, um dauerhafte Verluste ausgleichen zu können.

Welche Anlagen empfehlen Sie derzeit Ihren Kunden?

Diversifikation ist die wichtigste Empfehlung. Also die Streuung von Vermögen in verschiedene Anlageklassen und eine insgesamt mehr internationale Ausrichtung der Portfolios, statt zum Beispiel nur auf deutsche Titel zu setzen.

Immer mehr Kunden nutzen Online-Angebote, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Diese Entwicklung entspricht unserem täglichem Umgang mit dem Computer, Tablet oder Smartphone. Also verändert sich auch das Finanzverhalten unserer Kunden. Als Genossenschaftsbank stellen wir uns darauf ein und bauen unsere digitalen Angebote und Prozesse konsequent aus. Das heißt bedarfsorientierte digitale Leistungen für das alltägliche Banking und umso mehr Zeit für das ausführliche persönliche Beratungsgespräch.

Seite zwei: “Robo-Advisors können nicht zaubern

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