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28. Juli 2017, 07:26
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Fintechs: Banken gründen lieber selbst

Jede vierte Bank in Deutschland hat bereits selbst ein Fintech gegründet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Sopra Steria Consulting hervor. Ein Großteil der Institute setzt zudem auf Kooperationen mit den Start-ups. Übernahmen seien indes weniger verbreitet.

Fintechs: Banken gründen lieber selbst

Ein Großteil der Banken in Deutschland kooperiert mit Fintechs.

27 Prozent der Banken in Deutschland haben bereits selbst ein Fintech gegründet – entweder in Form einer selbständigen Einheit unter dem Konzerndach oder als eigenständiges Unternehmen.

Das ist eines der Ergebnisse des “Branchenkompass Banking 2017” von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Fintech-Übernahmen seien indes weniger verbreitet. 61 Prozent der Banken kooperieren der Studie zufolge in irgendeiner Form mit einem Finanztechnologie-Start-up. Banken suchen demnach die Nähe zu den “digitalen Innovatoren”.

Plattformen wie Moneymeets sind beliebte Bank-Partner

Die Offenheit gegenüber Fintech-Kooperationen ist der Studie zufolge vom Bankentyp abhängig. Insbesondere Direktbanken sind demnach einer Zusammenarbeit gegenüber aufgeschlossen. Beliebte Kooperationspartner seien Plattformen wie Lendstar, Moneymeets und Wikifolio.

“Die Großbanken ergänzen Leistungen eher selektiv, beispielsweise beim Scannen von Überweisungen per Smartphone. Zudem entwickeln diese Institute mehr selbst”, sagt Stefan Lamprecht, Division Director Banking von Sopra Steria Consulting.

Die Gründung von Fintechs, um Innovationen im eigenen Haus zu fördern, verbreite sich unter den Banken in Deutschland. Diese Variante ist der Studie zufolge inzwischen genauso verbreitet wie die punktuelle Zusammenarbeit mit Startups.

Übernahmen weit weniger beliebt

Die Übernahme eines Fintechs ist demnach weit weniger beliebt: Lediglich 16 Prozent der Bankentscheider haben den Studienautoren von vollzogenen Fusionen berichtet.

Gründe für die geringe Kaufneigung seien die großen finanziellen Belastungen, die für die Übernahme nötig sind, und die schwierige Integration beider Unternehmenskulturen. Durch Kooperationen lasse sich indes mit wenig Aufwand und Risiko schnell Leistungen ergänzen.

“Mit Kooperationen sind kurzfristige Wechsel der Anbieter und der Technologien je nach Marktentwicklung steuerbar”, sagt Lamprecht. (jb)

Foto: Shutterstock

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