29. März 2017, 08:56
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Der geschlossene Fonds ist tot – es lebe der geschlossene Fonds!

Daher sollte jeder gute Berater die Plausibilität des Businessplans prüfen und sich nicht alleine auf die Regulierung verlassen. Denn es wird immer wieder einzelne Personen oder Kreise geben, die sich bedienen. Dies ist durch die neue Struktur allerdings erschwert worden.

Berater sollten aber kritisch sein und sich ein persönliches Bild machen. Was sie nicht verstehen, sollten sie auch nicht ihren Kunden empfehlen. Eine Garantie können wir am Markt nicht erwarten. Vor allem nicht, wenn es sich um unternehmerische Beteiligungen handelt. Dennoch kann es ein spannendes Produkt für Privatinvestoren sein, hauptsächlich aber auch weiterhin für die gehobene Klientel.

Differenziert und verantwortungsbewusst

Jeder Berater, der gegenüber seinem Kunden mit Qualität auf Produktseite und in der Beratung glänzen möchte, kommt nicht umhin, sich ständig mit aktuellen Informationen über den Markt sowie über rechtliche Änderungen auf dem Laufenden zu halten.

Gerade die jungen, nachwachsenden Berater gehen oft sehr differenziert und verantwortungsbewusst mit diesem Thema um. Dies ist sehr zu begrüßen, da für eine breite Diversifikation ein solches Instrument sicherlich durchaus geeignet erscheint.

Um dem Vorurteil der hohen Kosten zu begegnen, sollten die Provisionen eines offenen aktiv gemanagten Fonds auf 15 bis 20 Jahre hochgerechnet werden. Auch wenn die Komplexität der Produkte untereinander nicht immer zu vergleichen ist, nähern sich die beiden Formen hier doch deutlich an.

Immer genau hinschauen

Festzuhalten bleibt, immer genau hinzuschauen, nicht alles sofort ungeprüft zu glauben und durch gute Beratung den Kunden in die Lage zu versetzen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Dann trägt dieser auch die Entscheidung mit und schätzt den kompetenten Berater an seiner Seite.

Zu den aktuellen steuerlichen und rechtlichen Grundlagen von geschlossenen Fonds in der Anlageberatung bietet die Deutsche Makler Akademie spezielle Seminare an.

Die Autorin Susanne Maack ist Produktmanagerin und Trainerin der Deutsche Makler Akademie (DMA) für den Bereich Finanz- und Vermögensanlagen.

Foto: DMA

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2 Kommentare

  1. Da ja in den KIIDs die Verlustmöglichkeit von 100 % an erster Stelle stehen muss (wie heute berichtet wird), ist der themenzentrierte Produktverkauf zu >90 % tot. Wohl dem, der seinen Beratungsmehrwert gegen Honorar verkaufen kann, denn sonst sind zeitnahe Einnahmen nicht mehr zu erwarten.

    Kommentar von Frank L. Braun — 31. März 2017 @ 11:34

  2. Eine Neubelebung ist mitnichten zu spüren. Die Scope-Zahlen sprechen da eine andere, deutliche Sprache.

    Kommentar von Gerd Johannsen — 30. März 2017 @ 10:02

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