6. März 2017, 07:03
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Regulierung der Honorarberatung: Desaster oder wichtiger Schritt?

Die geringen Registrierungen führen die von Cash. befragten Marktteilnehmer auf drei wesentliche Punkte zurück: Erstens existieren keine Übergangsregelungen für Berater, die von der Provisionsvergütung auf die Honorarberatung umsteigen wollen.

Zweitens können Finanzberater mit einer Registrierung nach Paragraf 34f GewO sowohl gegen Provision als auch gegen Honorar arbeiten, während Honorar-Finanzanlageberater ausschließlich Honorare annehmen dürfen.

Nur 19 registrierte Honorar-Anlageberater

Drittens ist die Bezeichnung “Honorar-Finanzanlageberater” zwar geschützt, sich so zu nennen, aber wenig marketingwirksam, da der Begriff “Honorarberater” weiterhin ungeschützt ist.

Neben dem Berufsbild des Honorar-Finanzanlageberaters wurde auch der “Honorar-Anlageberater” geschaffen, der eine Zulassung nach Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) benötigt und sich bei der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) registrieren muss. Bei der Bafin sind derzeit lediglich 19 Unternehmen als Honorar-Anlageberater registriert.

Nebeneinander von Honorar und Provision

Anders als beispielsweise Großbritannien hat sich der deutsche Gesetzgeber ausdrücklich für das Nebeneinander von Honorar und Provision entschieden. Auch einige Vertreter der Honorarberatung befürworten diese Position.

“Die wettbewerbliche Koexistenz von Honorar und Provision ist marktwirtschaftlich ein starkes Argument und mit Sicherheit auch aus Sicht des Verbraucherschutzes sinnvoll, denn Wettbewerb ist in einer Marktwirtschaft stets der beste Verbraucherschutz”, erklärt Ulf Niklas, Sprecher der Bundesinitiative der Honorarberater.

Anders als beispielsweise Großbritannien hat sich der deutsche Gesetzgeber ausdrücklich für das Nebeneinander von Honorar und Provision entschieden. Auch einige Vertreter der Honorarberatung befürworten diese Position.

Seite drei: Rückenwind durch IDD und Mifid II

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1 Kommentar

  1. Der Begriff “unabhängige Finanzberatung” macht meiner Meinung nur dann Sinn, wenn dieser geschützt wird.

    Gerne bezeichnen sich “strukturierte Finanzoptimierter” als unabhängig und branchenneutral.

    Ganz unabhängig sind diese jedoch nicht, i.d.R. sind es im Mehrfachagenten und Sachwertvermittler. Daraus resultiert ein eingeschränktes Portfolio an Assets. Teilweise beschränkt auf Produkte und “Marken” der Hauptgesellschaft.

    Auch sollte von Unabhängigkeit nicht gesprochen werden, wenn der Fokus auf Produkte mit hohen Provisionserlösen liegt. Werden Immobilien und AIF’s vermittelt kommen neben Kosten für Maklercourtage und Agio’s noch üppige Innenprovisionen.

    Wünschenswert wäre “unabhängige Finanzberatung” die an ein Provisionsannahmeverbot geknüpft ist. Nur glaube ich nicht, dass sich strukturierte Unternehmen davon beeindrucken lassen. Sie würden eines Ihrer Vorteile gegenüber Banken und Versicherungen aus der Hand geben.

    Kommentar von Michael W. Beyer — 13. März 2017 @ 12:50

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