21. Februar 2017, 09:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wettbewerb zwischen Honorar und Provision ist der beste Verbraucherschutz”

Die Bundesinitiative der Honorarberater engagiert sich seit 2009 für die Etablierung der Honorarberatung und hat mittlerweile über 800 Mitglieder. Die Initiatoren Thomas Abel, Kai Drabe und Ulf Niklas haben mit Cash. über die Zukunft der Honorarberatung in Deutschland gesprochen.

Wettbewerb zwischen Honorar und Provision ist der beste Verbraucherschutz

BdH-Sprecher Ulf Niklas: “Wir sind optimistisch, dass sich in fünf bis zehn Jahren der Anteil der Honorarberatung in Deutschland auf 15 bis 20 Prozent erhöhen kann.”

Cash.: Ist es der Bundesregierung gelungen, mit dem “Honoraranlageberatungsgesetz” die Honorarberatung zu stärken?

Niklas: Im Ergebnis markiert das neue Gesetz zweifelsfrei einen wesentlichen Meilenstein für die Etablierung der Honorarberatung in Deutschland.

Es hat nach jahrelangem zähen Ringen hinter den Kulissen im politischen Berlin erstmals in Deutschland ein gesetzlich definiertes und geschütztes Berufsbild für den Honorarberater geschaffen: Der Kunde kann sich nach dem Willen des Gesetzgebers erstmals darauf verlassen, dass zugelassene Honorarberater auch tatsächlich provisionsfrei beraten.

Selbst wenn das Honoraranlageberatungsgesetz noch nicht in allen erhofften Facetten greift und auf der Anbieterseite zahlenmäßig noch kein wesentlicher Durchbruch zu verzeichnen ist, rollen Mifid II und IDD aus Europa ja bereits heran.

Welchen Einfluss werden die Umsetzungen der europäischen Richtlinien auf die Honorarberatung hierzulande haben?

Drabe: Wir rechnen mit einem deutlich positiven Einfluss der europäischen Vorgaben – so wie bei den Transparenzvorschriften zum Beispiel auch. Aktuell ist der Ende 2016 vorgestellte Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD vom Bundeskabinett ja bereits verabschiedet. Als überzeugte Honorarberater dürfen wir sagen: Dieser ist gelungen und orientiert sich wohltuend am tatsächlich Machbaren.

Gleichwohl sind regulatorische Vorgaben zwar der Grundstein für einen gleichberechtigten Wettbewerb, aber im Ergebnis wird natürlich der Kunde und sein Nachfrageverhalten den entscheidenden Einfluss auf das Wachstum der Honorarberatung in Deutschland ausüben.

Wir sind überzeugt: Je gleichberechtigter der Wettbewerb stattfinden kann, desto erfolgreicher wird die Honorarberatung darauf aufbauen können.

Seite zwei: “Lassen wir der Honorarberatung doch einfach etwas mehr Zeit

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Time to say goodbye – Der Brexit und die Folgen für Versicherungskunden

Der 31. Januar 2020 ist ein historisches Datum: Großbritannien verlässt die Europäische Union. Der GDV erklärt, welche Änderungen der Brexit für Versicherungskunden mit sich bringt.

mehr ...

Immobilien

Altmaier und Seehofer reden Klartext zu Enteignungen und Mietendeckel

Im Rahmen des Neujahresempfangs der Verbände im Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, haben sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesbauminister Horst Seehofer am Dienstagabend klar für die Soziale Marktwirtschaft und ebenso unmissverständlich gegen Mietendeckel, Bodenwertsteuer und Enteignung ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Bundesregierung hebt Wachstumsprognose wieder an

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Wirtschaft merklich an Tempo verloren, der Konjunkturboom ist damit vorerst vorbei. Vor allem der Export schwächelt. Wie geht es weiter?

mehr ...

Berater

Trendwende eingeläutet? Mehr Wechsler von der GKV in die PKV

Im vergangenen Jahr wechselten erneut mehr Menschen aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV-Verband) sieht eine Trendwende. Eine hohe Nachfrage melden die privaten Krankenversicherer auch bei den Zusatzversicherungen und insbesondere in der betrieblichen Krankenversicherung. Der Trend zur privaten Zusatzabsicherung im Gesundheitswesen hält an. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Asuco: Zweitmarkt-Investitionen ohne Zweitmärkte

2019 gelang dem Vermögensanlagen-Anbieter Asuco nach eigenen Angaben ein neuer Rekord bei den Investitionen am Zweitmarkt geschlossener Immobilienfonds. Nur ein winziger Teil davon kam über öffentliche Handelsplattformen. Das Neugeschäft lief derweil weiter gut.

mehr ...

Recht

Autokredit: Landgericht Ravensburg bremst Bundesgerichtshof aus

Das Landgericht Ravensburg hat mit Beschluss vom 07.01.2020 – AZ. 2 O 315/19 – dem Europäischen Gerichtshof im Zusammenhang mit dem Widerruf eines Autokredits Fragen zur Auslegung der Europäischen Richtlinie vorgelegt. Es geht hierbei u.a. um die Frage, ob und wie beispielsweise Verzugszinsen in einem Verbraucherdarlehen anzugeben sind. Ein Kommentar von Oliver Renner, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei Rechtsanwälte Wüterich Breucker.

mehr ...