Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

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Trotz der wachsenden Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein ihre Ertragslage 2016 nochmals leicht verbessern können.

Die Kunden der Sparkassen in Schleswig-Holstein tätigen ihre Bankgeschäfte immer mehr am Handy oder Computer. „Unsere am meisten besuchte Filiale ist die Internetfiliale“, sagte der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, Reinhard Boll, am Donnerstag in Kiel bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

Sinkenden Erträgen durch Niedrig- und Negativzinsen wollen die Sparkassen mit höheren Einnahmen bei Provisionen und Gebühren, dem Schließen von Filialen sowie dem massiven Ausbau ihres digitalen Angebots entgegenwirken.

Jahresüberschuss trotz wachsender Belastungen gestiegen

Trotz der wachsenden Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein ihre Ertragslage 2016 nochmals leicht verbessern können. Der Jahresüberschuss nach Steuern sei um 20 Millionen auf 143,2 Millionen Euro gestiegen, sagte Boll.

Allerdings sank der Zinsüberschuss um 1,4 Prozent. Dagegen nahm der Provisionsüberschuss um 4,3 Prozent zu. Das Geschäftsvolumen aller zwölf Sparkassen im Norden stieg um 900 Millionen Euro auf 38,4 Milliarden Euro.

„Wir haben unsere Position als Marktführer im Bankenmarkt trotz erheblicher Herausforderungen gefestigt und wollen auch in den nächsten Jahren weiter wachsen“, sagte Boll.

Digitalisierung sorgt für Umbruch im Kundengeschäft

Die zunehmenden Möglichkeiten durch die Digitalisierung sorgen laut Boll für einen Umbruch im Kundengeschäft auch der Sparkassen. So greifen inzwischen fast 50 Prozent der Privatkunden über das Internet mittels PC, Tablet oder Smartphone auf ihr Konto zu, bei den Firmenkunden sind es sogar 73,5 Prozent.

Seit vergangenem Jahr führen die Sparkassen ihre „Internetfiliale 6.0“ ein, über die bundesweit zwei Milliarden Kundenkontakte jährlich laufen, 800 Millionen allein über die App. Den neuesten Dienst mit Namen „Kwitt“, mit dem Geld von Handy zu Handy übertragen werden kann, nutzen seit Ende 2016 bereits 310.000 Kunden.

Seite zwei: Nachfrage nach Wohnungsbaufinanzierungen von Privatkunden schwächelt

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