Anzeige
24. Oktober 2018, 14:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bald BaFin-Regeln für Prognosen?

Noch immer gibt es unterschiedliche Angaben der Fondsanbieter über die Prospektprüfungspraxis der BaFin, vor allem in Bezug auf Prognoserechnungen. Cash. hat erneut bei der Behörde nachgefragt –
 und eine überraschende Antwort erhalten.

BaFin-Regeln für Prognosen?

Elisabeth Roegele ist Chefin der Wertpapieraufsicht und damit auch für die Prüfungspraxis bei Prospekten zuständig.

Auch fünf Jahre nach der Regulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Juli 2013 sind die Prospekte von alternativen Investmentfonds (AIFs) hinsichtlich ihres Aufbaus und der inhaltlichen Elemente höchst unterschiedlich.

Streitpunkt ist weiterhin vor allem das Thema der Prognoserechnung, also einer tabellarischen Ergebnisvorschau mit den prognostizierten jährlichen Einnahmen und Ausgaben über die gesamte Fondslaufzeit.

Die einen halten derlei für scheingenaue Kaffeesatzleserei. Für andere ist eine solche Prognose unerlässlich, damit Anleger und Vertrieb sich ein Bild von der angestrebten Rentabilität der Investition machen können – und davon, welche Annahmen dafür getroffen wurden.

Blind Pools ohne Detailprognosen

Denn vorgeschrieben ist eine Prognose durchaus: Nicht im Prospekt selbst, aber im Rahmen des maximal dreiseitigen Informationsblattes “wesentliche Anlegerinformationen“ (wAI) müssen mindestens drei Szenarien der möglichen Wertentwicklung enthalten sein.

In der Regel reicht der Platz dort aber lediglich für den prognostizierten Gesamtrückfluss bei Variation von maximal zwei Parametern und allenfalls spärliche Erläuterungen.

Dennoch ist in den Prospekten nur selten eine Prognoserechnung enthalten, vor allem bei Blind Pools. Genauer gesagt: Keiner der zuletzt aufgelegten Blind Pools enthält eine Detailprognose.

Seite zwei: Anbieter-Ausrede trifft nicht zu

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Auf der Verbraucherschutztagung der Bafin am 14.12.2014 in Bonn, fragte ich die hohe Runde: Ist weiter ein Finanzanlagenvermittler, der einen geschlossenen AIF vermittelt, für einen falsch gerechneten Prospekt als erster haftbar und nicht der Emittent, nicht die nicht rechnende BaFin und nicht der abstempelnde Wirtschaftsprüfer? Da ich keine Antwort erhielt, wurde meiner Frage damit bestätigt. Es hat sich bis heute nichts geändert. Als erstes ist weiter der Finanzanlagevermittler dran und wird vernichtet. Wo sind da die Verbände und Verbraucherschützer? MfG Prof. H. Bockholt

    Kommentar von Bockholt, Heinrich Prof. — 25. Oktober 2018 @ 15:30

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...