13. September 2018, 14:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

P&R-Pleite: Bundesregierung beantwortet Grünen-Anfrage

Unter Kohärenz sei die innere Widerspruchsfreiheit der Angaben im Prospekt zu verstehen. „Überprüft wird, ob die einzelnen Angaben des Prospekts miteinander konsistent sind, das heißt ob der Prospekt selbst keine inneren Widersprüche enthält. Die Kohärenzprüfung beinhaltet weder einen Abgleich des Prospekts mit sonstigen Informationen oder Dokumenten noch einen Abgleich verschiedener Prospekte miteinander.“

Die Grünen hatten bemängelt, dass aus den späteren Prospekten ersichtlich gewesen sei, dass die Konzepte, die in den vorherigen Angeboten geschildert worden waren, nicht umgesetzt worden waren.

Der BaFin lagen der Bundesregierung zufolge jedoch keine Anhaltspunkte für weitere Nachfragen oder für eine Untersagung des Vertriebs vor. Das galt auch in Bezug auf einen Artikel in der zur Stiftung Warentest gehörenden Zeitschrift „Finanztest“, der von den Grünen als „Warnung“ bezeichnet wird.

Nicht auf der „Warnliste“

„Es gab keine allgemeine Warnung der Stiftung Warentest vor den Angeboten der P&R-Gruppe. Angebote der P&R-Gruppe waren zum Beispiel nicht in der ‚Warnliste Geldanlage – Unseriöse Firmen und Produkte’ (Stand: 6. März 2018) enthalten“, schreibt die Bundesregierung. „Der Beitrag von Stiftung Warentest zu P&R im ‚Finanztest’-Heft 7/2017 führt sowohl positive Aspekte (…) wie auch Kritikpunkte an (…)“, so die Antwort weiter.

Daneben führt die Bundesregierung detailliert und jeweils mit Seitenzahl auf, wo sich in den fünf P&R-Prospekten, die von der BaFin gebilligt wurden, bestimmte Angaben finden, deren Fehlen die Grünen behauptet hatten.

Das dürfte für Finanzdienstleister, die sich mit entsprechenden Anwürfen von Anwälten konfrontiert sehen, durchaus nützlich sein.

Seite 4: Nachfragen bei anderen Anbietern

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachhaltigkeit verankert: Alte Leipziger-Hallesche unterzeichnet UN PRI

Christoph Bohn, Vorstandsvorsitzender des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns, und Finanzvorstand Martin Rohm haben die „Prinzipien für verantwortliches Investieren“ (Principles for Responsible Investment, PRI) unterzeichnet. Das berichtet der Konzern in seinem neuen Nachhaltigkeitsbericht.

mehr ...

Immobilien

LG Hannover: Niedersächsische Mietpreisbremse ist ungültig

Die niedersächsische Mietpreisbremse in ihrer ursprünglichen Form ist nichtig. Grund dafür sei, dass mit der Veröffentlichung der Mieterschutzverordnung Ende 2016 nicht auch eine Begründung geliefert wurde, entschied das Landgericht Hannover am Mittwoch (Az.: 7 S 7/20).

mehr ...

Investmentfonds

Wirecard muss Dax-Familie noch im August verlassen

Die Deutsche Börse hat angesichts der Insolvenz des Dax-Mitglieds Wirecard ihr Regelwerk nach einer Konsultation von Marktteilnehmern überarbeitet. Gemäß den neuen Regeln werden insolvente Unternehmen nun mit einer Frist von zwei Handelstagen aus den Dax-Auswahlindizes (Dax, MDax, SDax und TecDax) herausgenommen, teilte die Deutsche Börse die von der Index-Tochter Stoxx Ltd. beschlossene Regeländerung am Mittwochabend mit. Sie trete zum Donnerstag, 19. August in Kraft.

mehr ...

Berater

OVB erzielt Umsatzplus im 1. Halbjahr 2020

Nach einer dynamischen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal des Jahres konnte der europäische Finanzvermittlungskonzern
OVB im zweiten Quartal 2020 – trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie – das gute Umsatzniveau des Vorjahresquartals erreichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL sichert sich Großprojekt in München

Der Asset Manager KGAL Investment Management GmbH & Co. KG hat im Rahmen eines Club Deals mit drei institutionellen Investoren für einen von ihr verwalteten alternativen Investmentfonds (AIF) das Stadtquartierszentrum „Perlach Plaza“ in München erworben.

mehr ...

Recht

Geldwäsche bekämpfen: Neufassung des Geldwäsche-Tatbestands im Strafgesetzbuch

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der strafrechtlichen Bekämpfung der Geldwäsche veröffentlicht. Der Referentenentwurf ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Finanzen erarbeitet worden. Länder und Verbände können bis zum 7. September 2020 dazu Stellung nehmen.

mehr ...